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Reglement für Notversorgung im Flugzeug

Vorreiterrolle der Briten: Emergency-Kit soll einheitlich werden

Dass über den Wolken in den vollgepferchten Flugzeugen auch Notfälle passieren, tritt zwar verhältnismäßig selten auf, dennoch fordern prominente Mediziner nun die Vereinheitlichung des Notfall-Koffers in Passagierflugzeugen. Die Initiative geht von der British Medical Association http://www.bma.org.uk aus, berichtet BBC-Online

Die Pflicht zur Mitführung von Erste-Hilfe-Koffern gibt es nach Auskunft der BMA schon, unterschiedlich sind allerdings die tatsächlich an Bord mitgeführten Ausrüstungsgegenstände: während einige Fluggesellschaften durchaus umfangreiche Notfallkoffer mitführen, beschränken sich andere auf eher rudimentäre Ausstattung. Die britische Zivilflugbehörde Civil Aviation Authority zeigt sich von der Initiative der BMA, dass sämtliche Passagierflugzeuge die gleichen Ausrüstungsgegenstände mitführen, jedenfalls begeistert. Europäisches Kabinenpersonal muss darüber hinaus einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben, ehe es mitfliegen darf.

Dass Notfälle über den Wolken vorkommen, zeigen zwei Statistiken: Die eine wurde in den USA in den 80-er Jahren durchgeführt und kam zum Schluss, dass jeder 33.600. Passagier von einem Notfall betroffen ist. Die zweite Studie aus dem Jahr 2002 revidierte dieses Urteil allerdings grundlegend, denn 20 Jahre später stieg das Risiko im Flugzeug ernsthaft zu erkranken bereits auf jeden 1.400. Passagier. „Wenn das Leben der Passagiere ordentlich geschützt werden soll, dann muss es eine genaue Reglementierung der medizinischen Ausstattung und Betreuung an Bord geben“, so Vivienne Nathanson, BMA-Vorstand für Wissenschaft und Ethik. Zu den Standard-Equipments über den Wolken sollten vor allem auch Defibrillatoren gehören, die im Falle einer Herzattacke lebensrettend sein können.

Erst in jüngster Zeit ist es immer wieder zu Diskussionen um die so genannten Venen- Thrombosen bei Langstreckenflügen gekommen. Die Mediziner sind sich nicht einig darüber wie diese Fälle verhindert werden können. Fluggesellschaften hatten kritisiert, dass das Herumlaufen der Fluggäste im Flugzeug keine Lösung des Problems sei. Die Einnahme von Aspirin und Kompressionsstrümpfen wurde ebenfalls empfohlen. Auch raten die Mediziner dazu, mehr Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um einer drohenden Dehydration vorzubeugen.





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