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Plötzlich ohne Geld – Eine Blitzüberweisung kann die Geschäftsreise retten

Im Ausland ohne Geld dazustehen, ist eine
unangenehme Vorstellung. Passieren kann es dennoch, wenn man sich zum
Beispiel beim Umfang der Reisekasse verschätzt hat, eine
Arztbehandlung bezahlen muss oder bestohlen wurde. Dann braucht man
Hilfe in der Not, möglichst in Form von Bargeld. Wer sich in solch
einer finanziellen Notsituation befindet, sollte mit der Firma oder einem Kollegen Kontakt aufnehmen. Denn eine relativ unkomplizierte
und vor allem schnelle Möglichkeit, auf Reisen wieder «flüssig» zu
werden, ist die Blitzüberweisung.

Dieser Service wird allerdings nur von bestimmten
Finanzdienstleistern wie Western Union oder MoneyGram angeboten.
«Blitzüberweisungen können jedoch auch von der heimischen Bank aus
getätigt werden, sofern diese ein Partnerunternehmen von einem dieser
Dienstleister ist», erklärt Andrea Hoffmann, Finanzexpertin bei der
Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig. Bei Western Union seien das
die Postbank, verschiedene Sparkassen und die Reisebank, MoneyGram
arbeite vorwiegend mit Sparkassen zusammen.

Auf den Internetseiten der Anbieter kann man erfahren, wo sich die
nächste Möglichkeit für den Geldversand befindet – aber auch, wohin
das Geld gesendet werden kann. Letzteres ist vor allem dann
hilfreich, wenn der Hilfesuchende an seinem Aufenthaltsort selbst
noch keine Auszahlungsstelle gefunden hat. Denn das muss nicht immer
eine Bank sein: «Manchmal handelt es sich auch um einen Supermarkt
oder ein Hotel», weiß Hoffmann.



Die Prozedur an sich ist recht unkompliziert. Der Absender sucht
ein Partnerunternehmen auf und füllt dort ein spezielles Formular
aus. Wenn er den Geldbetrag am Schalter einbezahlt, muss er seinen
Reisepass oder Personalausweis vorlegen und erhält schließlich eine
Transaktionsnummer. Diese muss er dann dem Empfänger im Ausland
mitteilen, damit sich dieser das Geld auszahlen lassen kann. Die
Blitzüberweisung macht dabei ihrem Namen alle Ehre: «Es dauert
wirklich nur Minuten, bis der gesendete Betrag dem Empfänger zur
Verfügung steht», sagt die Finanzexpertin.

Allerdings ist so ein Service nicht kostenlos. Zusätzlich zum
jeweiligen Geldbetrag muss der Absender auch Gebühren zahlen: «Das
Entgelt richtet sich nach dem eingezahlten Betrag und dem Land, in
das gesendet wird.» Es variiere erheblich: Eine Blitzüberweisung von
999 Euro von Deutschland nach Australien koste zum Beispiel rund 40
Euro, nach Chile weniger als die Hälfte.



Vor Ort wird das Geld grundsätzlich in der Landeswährung
ausgezahlt. Auch der Empfänger muss vorher ein entsprechendes
Formular ausfüllen und sich ausweisen. Sind die Ausweispapiere jedoch
zusammen mit der Reisekasse gestohlen worden, gibt es eine
Alternative, beruhigt Hoffmann: «Der Empfänger kann sich dann auch
mit einem Codewort identifizieren, welches zuvor mit dem Absender
vereinbart wurde.»

ddp/esg/esc





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