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Pilotengewerkschaft ruft zu Streik bei Lufthansa-Tochter CityLine

Wegen eines Pilotenstreiks streicht die
Lufthansa-Tochter Cityline (CL) am Donnerstag 360 Flüge. Die
Pilotenvereinigung Cockpit hat ihre Mitglieder aufgerufen, von
Donnerstag 0.00 Uhr bis Freitag 12.00 Uhr die Arbeit niederzulegen.
Betroffen sind die Flughäfen München, Hamburg, Stuttgart, Paderborn,
Düsseldorf, Berlin-Tegel, Frankfurt, Bremen, Köln, Nürnberg,
Hannover, Paderborn, Münster/Osnabrück, Friedrichshafen, Dresden und
Leipzig.

Hintergrund der Streiks sind gescheiterte Tarifverhandlungen über
einen neuen Vergütungstarifvertrag für das Cockpitpersonal der
Fluggesellschaft. Die Pilotengewerkschaft will die
Cityline-Geschäftsleitung zur Abgabe eines neuen Angebots zwingen.

Lufthansa-Sprecherin Claudia Lange konnte am Morgen nicht sagen,
wie viele Pasasagiere der Cityline von dem Arbeitskampf betroffen
sein werden. Reisende könnten sich unter der kostenfreien
Telefonnummer 0800 8506070 sowie im Internet unter lufthansa.com über
Flugausfälle informieren.

Lange sagte, der Streik sei aus Sicht der Lufthansa und der
Cityline-Geschäftsführung unnötig. Es sei «nicht nachvollziehbar»,
warum Cockpit auf Basis des vorliegenden Angebots nicht
verhandlungsbereit sei. Die Gesamtvergütung der Piloten sei im
Vergleich zu anderen Gesellschaften überdurchschnittlich. Die
Forderungen der Gewerkschaft gefährde die Wirtschaftlichkeit und
Wettbewerbsfähigkeit der Cityline. Die Geschäftsführung habe aber ein
ernsthaftes Interesse an einer Lösung und sei dialogbereit, sagte
Lange.

Bereits im Juli hatten die Piloten bei CityLine zwei Mal
vorübergehend den Dienst verweigert und zuletzt innerhalb von 36
Stunden fast tausend Flüge ausfallen lassen.

ddp.djn/mwo/nad





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