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Nichts geht bei Geschäftsreisen über das persönliche Kennenlernen

Jeder zweite Geschäftsreisende ist der Meinung, dass persönliche Treffen mit Kunden einen großen Einfluss darauf haben, ob Aufträge abgeschlossen werden. Nur jeder Fünfte geht von einem geringen Einfluss aus. Das bessere Kennenlernen der Geschäftspartner und das Fördern von Abschlüssen zählen daher auch zu den Hauptgründen für berufliches Reisen.

Das sind Ergebnisse der Studie „Chefsache Business Travel 2015“ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV).

Jeweils neun von zehn Befragten sind sich einig, dass Geschäftsreisen wichtig sind im Hinblick auf das bessere Kennenlernen der Geschäftspartner, den Aufbau persönlicher Netzwerke sowie der Kontaktpflege zu Mitarbeitern in Zweigstellen oder Tochterunternehmen. Aber auch der formlose Austausch mit Geschäftspartnern nach einem Vor-Ort-Termin zählt zu den relevanten Gründen (genannt von 78 Prozent).

„Die These, dass Skype und Co. Geschäftsreisen verdrängen, hat sich nicht bestätigt“, sagt Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen ReiseVerbandes (DRV). „Reisen bleiben für die zukünftige Absicherung des Unternehmenserfolges von zentraler Bedeutung. Auch wenn viele digitale Lösungen praktisch sind: Vertrauen entsteht nicht durch einen Chat. Ein Händedruck oder ein gemeinsames Essen lassen sich nicht ersetzen.“

Bei bestehenden Kunden erhöhen persönliche Treffen die Bereitschaft, Folgeaufträge abzuschließen, im Durchschnitt um 41 Prozent – so die Meinung der vom DRV befragten Business Traveller. Jeder Vierte ist sogar der Ansicht, dass die Bereitschaft dadurch um mehr als 50 Prozent erhöht wird. Dass Geschäftsreisen generell Neu- oder Folgeaufträge begünstigen, bestätigen jüngere Fach- und Führungskräfte eher als ältere. 53 Prozent der Befragten unter 40 Jahren bewerten den Einfluss der Reisen auf den Geschäftserfolg als hoch. Von den älteren Geschäftsreisenden ab 40 Jahren sind es 45 Prozent. Nur 19 Prozent von allen Befragten sind der Meinung, dass persönliche Treffen nur einen geringen oder keinen Einfluss auf die Abschlussbereitschaft haben.

Reisemanagement zum strategischen Thema machen
„Da Geschäftsreisen für den Erfolg und die Zukunft eines Unternehmens von hohem Wert sind und sich nur sehr bedingt ersetzen lassen, sollte das Reisemanagement zu einem strategischen Thema gemacht werden“, sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. Während in vielen Unternehmensbereichen Abläufe bereits bis ins kleinste Detail optimiert sind, ist dies bei Geschäftsreisen häufig noch nicht der Fall. Professionelle Geschäftsreisebüros leisten hier Abhilfe, indem sie beispielsweise für Kostentransparenz sorgen und für Kostenersparnisse, etwa durch Bündelung von Buchungen. Beim Erstellen einer umfassenden Reiserichtlinie, die für eine Steuerung von Geschäftsreisen unabdingbar ist, unterstützen die Experten ebenfalls.

Zur Studie „Chefsache Business Travel 2015“
Die Studie „Chefsache Business Travel 2015“ wurde im Auftrag des Deutschen ReiseVerbands (DRV) durchgeführt. 110 Geschäftsführer, die selbst regelmäßig auf Geschäftsreisen sind, sowie 110 geschäftsreisende Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern wurden dafür zum Thema Geschäftsreisen befragt. Die Daten wurden vom 2. bis 16. Oktober 2014 erhoben.
Mehr unter www.chefsache-businesstravel.de





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