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Nach wie vor dunkle Wolken über dem Geschäftsreisemarkt

Der aktuelle Boom an den internationalen Aktienmärkten und das von Experten prognostizierte absehbare Ende der globalen Wirtschaftskrise sind bei zahlreichen Unternehmen in Deutschland bislang noch nicht angekommen. Mit einer Belebung der Geschäftsreisen in den kommenden Monaten rechnen nur wenige Unternehmen. Dagegen steht ein Gewinner aus der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise bereits fest: die Anbieter von Video-Konferenzsystemen.



Nach einer aktuellen Umfrage des Verbandes Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) werden 40 Prozent der Unternehmen verstärkt virtuelle Konferenzen einsetzen, um so die Zahl der Geschäftsreisen zu reduzieren. Weitere zwölf Prozent nutzen dieses Kommunikationsmittel aus anderen Gründen. „Nicht nur Videokonferenzen sind stark im Kommen. Um Geld zu sparen, erleben auch mobile Kommunikationsmittel einen wahren Boom“, so Dr. Martin Buck, Direktor des KompetenzCenters Travel & Logistics der Messe Berlin. „Diesem Trend trägt die ITB Berlin 2010 mit dem Segment ,Mobile Travel Services‘ Rechnung. Mit einem Fachkongress und informativen Bühnenshows bietet die führende Messe der weltweiten Reiseindustrie dem schnell wachsenden Markt moderner Kommunikationsmittel eine breite Plattform.“

Mit dem neuen Segment „Mobile Travel Services“ positioniert sich die ITB Berlin auch als wichtiger Impulsgeber für alternative Lösungen im Bereich der Geschäftsreisen. Denn fast 40 Prozent der befragten VDR-Mitglieder halten die Krise für noch nicht beendet oder wagen keine Prognose. Nur 17 Prozent erwarten, dass die Geschäftsreisen in diesem Jahr noch anziehen. 23 Prozent rechnen für das erste Halbjahr und 18 Prozent für das zweite Halbjahr 2010 mit einem Anstieg der Geschäftsreisen.

Dirk Gerdom, Präsident des Verbandes Deutsches Reisemanagement: „Die VDR-Mitglieder sind sehr unentschieden, was die weitere Entwicklung angeht. Angesichts der vielen, zum Teil widersprüchlichen Aussagen aus Studien, Expertenprognosen und Exportzahlen, die täglich in den Medien zu finden sind, ist das aber auch kein Wunder. Einziger verlässlicher Indikator für die tatsächliche geschäftliche Situation bleibt die tatsächliche Zahl der Reisen, und die weist seit einem Jahr deutlich nach unten. Unsere vierteljährliche Trendumfrage zeigt ganz deutlich, dass die Unternehmen seit Oktober 2008 immer weniger und immer günstiger reisen. Der wirtschaftliche Druck nimmt also weiter zu.“

Die Blitzumfrage wurde Anfang Oktober unter den 548 Mitgliedsunternehmen des VDR erhoben, die zusammen genommen einen Geschäftsreise-Gesamtumsatz von mehr als zehn Milliarden Euro im Jahr repräsentieren. An der Umfrage beteiligten sich 126 Unternehmen.





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