Business-Travel.de - die Seite für Geschäftsreisende, Manager und Führungskräfte

Nach dem Dieselgipfel muss konsequent gehandelt werden

Der Dieselgipfel zwischen Autoindustrie und Politik trägt nicht dazu bei, das Vertrauen in die Dieseltechnologie wiederherzustellen. „Der Vorwurf, die Politik sei gegenüber der Wirtschaft eingeknickt ist durchaus nachvollziehbar“, sagt Axel Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement (BVF). Dort wo es machbar ist, sollten Hersteller zu Hardware-Nachrüstungen von modernen Dieselfahrzeugen der Euro-Klassen 5 und 6 verpflichtet werden. Der ADAC hat zuletzt nochmals auf die mögliche Reduzierung von Schadstoffemissionen um bis zu 90 Prozent hingewiesen.

Zudem zeige die rege Diskussion, dass die rein softwareseitige Umrüstung von Fahrzeugen kein Garant dafür ist, dass Dieselfahrverbote vermieden werden können. Dies wäre aber fatal für Fuhrparks und für die Wirtschaft insgesamt. Hersteller und Politik sind in der Verantwortung, wobei die Autoindustrie die Kosten für Umrüstungen oder Softwareupdates übernehmen müssen. „Es kann nicht sein, dass bei einem Dieselbestand von fast 90 Prozent in deutschen Firmenfuhrparks die Fuhrparkbetreiber für Mobilitäts- und Arbeitszeitausfälle geradestehen müssten“, unterstreicht Marc-Oliver Prinzing, der Vorstandsvorsitzende des BVF. Auch das nun nur noch über die kostengünstigeren Software-Updates geredet wurde, hat den Verbandschef enttäuscht.

Doch wenn alle Ziele und alle Absichtserklärungen des Diesel-Forums erreicht werden, dann wäre das zumindest ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Quelle: Bundesverband Fuhrparkmanagement e. V.





Bisher keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben