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Münchner Streikopfer müssen für Bahntickets nicht extra zum Flughafen

Flugpassagiere, die wegen der Lufthansastreiks
auf die Bahn ausweichen wollen, müssen ihr Flugticket nicht am
Münchner Flughafen umtauschen. Nach Angaben von Lufthansasprecher
Christian Gottschalk können sie auch selbst ein Bahnticket kaufen und
es dann später zusammen mit dem Flugticket einreichen, um ihr Geld
zurück zu bekommen. Das erspart den Passagieren rund eineinhalb
Stunden Fahrtzeit vom Hauptbahnhof zum Flughafen und zurück, wie
Gottschalk am Donnerstag auf ddp-Anfrage sagte.

Allerdings müssen die Passagiere zunächst unbedingt unter der
kostenlosen Lufthansa-Hotline 0800 / 850 60 70 anrufen, um sich
bestätigen zu lassen, dass ihr Flug tatsächlich von dem Streik
betroffen ist und dass sie nicht auf einen anderen Flug umgebucht
werden. Gottschalk betonte, die Fluglinie versuche, möglichst viele
Passagiere mit anderen Flugzeugen zu befördern. Die Bahn sei nur die
letzte Ausweichmöglichkeit, wenn sonst gar nichts mehr gehe. «Also
bitte nicht einfach reinsetzen in die Bahn und losfahren», sagte der
Sprecher. Die Einrichtung eines Informations- und Umtauschschalters
der Lufthansa am Hauptbahnhof sei derzeit nicht geplant.

Allein am Donnerstag sollten in München fast 100 Flüge der
Lufthansa-Tochter Cityline ausfallen. Betroffen waren vor allem
innerdeutsche Flüge und Verbindungen ins europäische Ausland. Die
Pilotenvereinigung Cockpit hatte ihre Mitglieder aufgerufen, bis
Freitag 12.00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Am Flughafen Nürnberg
wurden am Donnerstag acht Flüge gestrichen. Hintergrund der Streiks
sind gescheiterte Tarifverhandlungen über einen neuen
Vergütungstarifvertrag für das Cockpitpersonal der Fluggesellschaft.

ddp/ume/iha





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