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Mit dem Auto unterwegs nach Szeged

Mitte Dezember 2005 wurde das neue 45 Kilometer
lange Autobahnteilstück von Kiskunfélegyháza bis in die
südostungarische Theißstadt Szeged dem Verkehr übergeben. Damit ist
nunmehr die M5 von Budapest aus durchgehend bis in die drittgrößte
Stadt Ungarns befahrbar. Die letzten 15 Kilometer bis zur serbischen
Grenze bei Röszke sollen bis März dieses Jahres ebenfalls fertig
gestellt sein.

Mit der Eröffnung des neuen Autobahnabschnittes ist der Südosten
Ungarns nun von Budapest in knapp anderthalb Stunden erreichbar.
Damit beginnt auch eine neue Zeitrechnung für den Tourismus im bisher
noch recht unbekannten Südosten Ungarns, der eine große Vielfalt an
Möglichkeiten zu bieten hat: zahlreiche Nationalparks, der Nationale
Gedenkpark Ópusztaszer mit seinem beeindruckenden Rundgemälde der
Landnahme durch Fürst Árpád (896), die sonnenverwöhnten Ebenen der
Südlichen Tiefebene und natürlich Szeged, eine der schönsten Städte
Ungarns.

Die einstige Insel am Zusammenfluss von Theiß und Maros war
Jahrtausende lang einer der wichtigsten Umschlagplätze für Salz aus
Siebenbürgen. In späteren Jahrhunderten, nach den Napoleonischen
Kriegen, wurde Szeged samt dem Umland aufgrund des milden Klimas zum
Zentrum des Paprikaanbaus, der bis heute eine bedeutende Rolle
spielt. Nach dem Hochwasser im Frühjahr 1879, bei dem nur 265 Häuser
von über 5.000 erhalten blieben, wurde die Stadt mit Hilfe anderer
europäischer Hauptstädte wieder aufgebaut, so dass das Stadtbild
heute überwiegend die Architektur des ausklingenden 19. und
beginnenden 20. Jahrhunderts zeigt. Die Namen der zur Hilfe
gekommenen Städte sind in den Abschnitten der großen Ringstraße sowie
am Hochwasserdenkmal verewigt. Auch eines der schönsten Bauwerke, die
Votivkirche mit der größten Orgel Ungarns, verdankt Szeged dem
Hochwasser. Der Domplatz – im Sommer Spielstätte für musikalische
Events aller Art – zählt zu den schönsten Plätzen Ungarns.

Zusätzliche Erleichterung für Reisende, deren Weg von der
Donaumetropole Budapest weiter über Land führt: Kurz vor Weihnachten
2005 wurde auch der Autobahnring um die Hauptstadt um ein weiteres
Teilstück bis zum Flughafen Ferihegy verlängert und dem Verkehr
übergeben.



Autofahrer sollten dabei nicht vergessen, dass seit 2004 auf allen
Autobahnen Ungarns Vignetten-Pflicht besteht. Verkaufsstellen gibt es
an den Grenzübergängen nach Ungarn und an Tankstellen. Die
entsprechenden Aufkleber gibt es für die Dauer von zehn Tagen, einem
Monat (ab Kaufdatum für weitere 30 Tage, also insgesamt 31 Tage) und
einem Jahr. Als urlaubsfreundliche und kostengünstige Variante für
Durchreisende in die angrenzenden Nachbarländer hat sich hin den
letzten beiden Jahren die Kurzzeit-Vignette als ideale Lösung
entpuppt – gültig ab dem Kaufdatum für drei Folgetage, d.h. vier Tage
insgesamt. Sie ist in der Hauptsaison (Mai bis September) ungefähr 30
Prozent teurer als in der Nebensaison. Detaillierte Informationen
liefert die Website www.autobahn.hu mit zwölfsprachigem Service.





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