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MICE Club LIVE 2016 gewinnt FAMAB-Award

Am vergangenen Donnerstag fand in Ludwigsburg die Preisverleihung des diesjährigen FAMAB-Awards, dem Kreativaward der Eventbranche, statt. In der Kategorie ‚Best Sustainable Process‘ kann jedes Jahr nur ein Projekt den begehrten weißen Apfel gewinnen. Der MICE Club LIVE 2016, der im März zum Thema „Kreativitätstechniken und Brainstormingmethoden“ in Dresden stattfand, wurde erstmalig als ‚Sustainable Event‘ durchgeführt und wurde nun mit dem FAMAB-Award für die konsequente nachhaltige Ausrichtung seiner Branchenveranstaltung ausgezeichnet.

Die Zielsetzung des Veranstalters lag darin, das Thema Nachhaltigkeit vor, während und nach der Veranstaltung für die Teilnehmer, die eingebundenen Partner und die Branchenöffentlichkeit erlebbar zu machen. Mit den Partnern 2bdifferent und CO2OL wurde der MICE Club LIVE erstmalig als „Sustainable Event“ durchgeführt. Jürgen May von 2bdifferent baute eigens ein eventspezifisches Managementsystem auf, um den MICE Club LIVE nachhaltig zu entwickeln. Dafür wurden im Vorfeld die an der Umsetzung vor Ort beteiligten Partner im Zuge eines Nachhaltigkeitschecks per Fragebogen aufgerufen, ihre Unternehmen auf das Thema Nachhaltigkeit hin abzuklopfen. Das Ergebnis dieser Analyse kann sich sehen lassen: Schon bei der erstmaligen Ausrichtung des MICE Club LIVE als ‚Sustainable Event‘ erreichte die Veranstaltung mit der Wertung „B“ ein hervorragendes Ergebnis, lässt sich aber noch Spielraum für weitere Verbesserungen bei den zukünftigen Veranstaltungen. Als Partner für die Kompensation der durch den MICE Club LIVE anfallenden CO2-Emissionen wurde CO2OL gewonnen: CO2OL analysierte den CO2-Fußabdruck der Veranstaltung und gewährleistete die Kompensation der CO2-Emissionen durch ein Klimaschutzprojekt mit Gold-Standard-Zertifikat – der höchsten Zertifizierungsstufe weltweit. So wurde ein Wiederaufforstungsprojekt in Panama unterstützt, das den örtlichen Kakaobauern die Anpflanzung von Kakaopflanzen nach nachhaltigen Gesichtspunkten ermöglicht. So konnten die Teilnehmer die Schokolade aus dem Projekt im Rahmen der Veranstaltung verkosten. Auch die Speaker-Präsente kamen aus dem Projekt.

Wie wurde das Thema Nachhaltigkeit für die Teilnehmer erlebbar?

Besonderes Augenmerk legte Veranstalter Dominik Deubner auf die Vor-Ort-Umsetzung des Themas Nachhaltigkeit: „Nur wenn das Thema Nachhaltigkeit für die Teilnehmer auch erlebbar wird, kommt es in den Köpfen der Teilnehmer an und erzeugt langfristige Verhaltensänderungen“. Neben den Angeboten zur klimaschonenden Anreise war besonders die Wahl der fußläufig zueinanderliegenden Locations und Hotels ein stets präsentes Vehikel für die nachhaltige Ausrichtung der Veranstaltung. Als am zweiten Tag die Transfers von den Hotels zur Location in einer öffentlichen Tram der örtlichen Verkehrsbetriebe angetreten wurden, waren die Teilnehmer sichtlich begeistert.

Nachhaltiges Catering in Kooperation mit einer örtlichen Behindertenwerkstatt

Doch auch im Catering suchte der Veranstalter im Vorfeld das Gespräch mit den örtlichen Cateringunternehmen. So wurde viel Wert auf regionale Produkte gelegt. Ebenso wurde vollständig auf kleine Verpackungen für Zucker, Milch und Getränke verzichtet. Doch auch der soziale bzw. integrative Teil der Nachhaltigkeit bekam am zweiten Tag ein authentisches Gesicht: So entstand die Idee, ein Catering komplett in enger Kooperation mit einer örtlichen Behindertenwerkstatt umzusetzen. Nicht nur Teile der Speisenproduktion erfolgten in der Werkstatt; auch die Servicekräfte kamen aus den Reihen der geistig Behinderten, die mit viel Charme und Freude bei der Arbeit die Teilnehmer zu bedienen wussten.

Mehr Informationen rund um den MICE Club unter: www.mice-club.com





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