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Messemarkt Russland

Nach Angaben des Messeverbandes Russian Union of Exhibition and Fairs (RUEF) finden jährlich durchschnittlich 1.100 Messen und Ausstellungen der RUEF-Mitglieder in 46 Städten mit 115.000 Ausstellern aus 116 Ländern auf 1,8 Mio. m² statt.

Nach der weltweiten Finanzkrise 2008/2009, die auch die internationale Messelandschaft berührte, hat die russische Messewirtschaft 2011 ein stabiles Wachstum erreichen können. Dies ergibt eine Umfrage des RUEF vom April 2012 unter Messeveranstaltern, die Mitglieder des RUEF sind. 52 Veranstalter beteiligten sich an der Befragung, was einer Rücklaufquote von 97% entspricht. Demnach konnten 77% der Veranstalter 2011 ein Wachstum ihrer Einnahmen aus Messeveranstaltungen von bis zu 20% verzeichnen. Dazu beigetragen haben u. a. 20% mehr vermietete Fläche und 7% mehr Aussteller. Wie auch in den Vorjahren haben alle Veranstalter mehrheitlich an der Erweiterung der begleitenden Fach- und Rahmenprogramme zu den Messen gearbeitet und somit der Qualität ihrer Veranstaltungen einen größeren Stellenwert gegeben. Aber auch besseren Dienstleistungen gegenüber Ausstellern und Fachbesuchern wurde mehr Aufmerksamkeit eingeräumt.

2012 hat der russische Messeverband RUEF erneut Messestatistiken veröffentlicht. Die Broschüre enthält geprüfte Statistiken zu 142 Messen und Veranstaltungen, die 2011 in 14 russischen Städten und einer Stadt in der Republik Moldau stattfanden. Die Messen wurden von 35 Veranstaltern aus dem Mitgliederkreis der RUEF organisiert. Auf diesen Messen wurden insgesamt 814.000 m² an 43.545 Aussteller vermietet; davon 9.304 ausländische. 2 Mio. Besucher kamen zu den Veranstaltungen. 65% der Messen waren für Fachbesucher und 35% für allgemeines Publikum konzipiert. Mit 150.484 m² (18% der Gesamtfläche 2011) konnten Messen in den Bereichen Textilien, Bekleidung, Schuhe und Schmuck die meiste Fläche vermieten. Diese 20 Messen entsprachen 14% der insgesamt 142 Messen. An zweiter Stelle folgten 13 Landwirtschaftsmessen (9%) mit 125.501 m² (15% der Gesamtfläche). Insgesamt unterscheidet der Prüfbericht 29 verschiedene Branchen, die nach vermieteter Fläche und Häufigkeit der Durchführung klassifiziert werden. Mehrheitlich wurden Messen in Moskau (76) und St. Petersburg (36) geprüft. Es folgten die Städte Kazan mit sieben und Ekaterinburg, Nishni Novgorod, Samara, Sochi und Ufa mit jeweils drei geprüften Messen. 75 der geprüften 142 Messen tragen das Gütesiegel des internationalen Messeverbandes UFI.

Auf Initiative des RUEF können Veranstalter, die Mitglied im RUEF sind, seit 2006 ihre Messen von einer unabhängigen Prüforganisation prüfen lassen. Damit hat der russische Messeverband Ende 2005 das Dienstleistungsunternehmen RussCom IT Systems beauftragt, das bereits zahlreiche Erfahrungen in der Erhebung von statistischen Messedaten aufwies.

2011 arbeitete RussCom IT Systems an einer Studie, die Methoden zur Ermittlung von Schlüsselparametern auflistete, die die Wirksamkeit von Messeveranstaltungen in den russischen Regionen und für die russische Wirtschaft aufzeigt. Hintergrund der Studie, die vom RUEF und der Industrie- und Handelskammer der Russischen Föderation in Auftrag gegeben wurde, ist, dass nur wenige Messen und Kongresse vom Staat unterstützt werden – sei es finanziell oder organisatorisch. Es ist nicht klar, nach welchen Kriterien die Veranstaltungen von der russischen Administration ausgesucht werden, wie sie finanziell und organisatorisch unterstützt werden und vor allem, welchen Nutzen sie der Wirtschaft und dem russischen Staat bringen. Die in der Studie vorgestellten Methoden sollen insbesondere russischen Unternehmen bei der besseren Vermarktung ihrer Produkte und dem effizienteren Einsatz ihres Marketingbudgets helfen. Zudem trägt die Studie dazu bei, quantitativ zu bewerten, wie hoch der ökonomische Nutzen für den russischen Staat ist, der über die Durchführung von Messen und Kongressen, Organisation von Auslandsmessen oder den Bau von neuen Messe- und Kongresszentren erzielt wird. Somit können die angewandten Methoden bewirken, dass die staatliche Messepolitik in Russland professioneller und effizienter wird.





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