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Messemarkt Japan

Nach einem deutlichen Rückgang der Aussteller- und Besucherzahlen auf japanischen Messen im Krisenjahr 2009 konnte 2010 ein Anstieg verzeichnet werden, der jedoch noch nicht das Vorkrisenniveau erreicht hat. Im Vergleich zu europäischen oder amerikanischen Messen geht es in Japan vorrangig darum, als Aussteller intensive Kundenpflege zu betreiben und weniger darum, gleich Geschäftsabschlüsse anzustreben. Eine kontinuierliche Präsenz auf den Fachmessen ist somit unabdinglich. Neben der Präsenz empfiehlt sich vor allem für ausländische Unternehmen, die sich für Messebeteiligungen in Japan entscheiden, diese umfassend vorzubereiten. Dazu gehören neben der Marktbeobachtung gezielte Ansprachen von potentiellen japanischen Geschäftspartnern/Unternehmen im Vorfeld der Messe. Hier liefert z. B. die Auslandshandelskammer in Tokyo wertvolle Hinweise. Des Weiteren ist es wichtig, Visitenkarten in japanischer Sprache und Broschüren, die über das Unternehmen informieren, auf Japanisch auszulegen. Aufgrund der großen Sprachbarriere sollte japanisches Personal am Stand ebenfalls eingeplant werden. Grundsätzlich empfehlenswert ist es, die Messe schon einmal als Besucher besichtigt zu haben, bevor man sich als Aussteller erstmals nach Japan begibt. In den letzten Jahren hat sich in Japan der Schwerpunkt für Messebeteiligungen bzw. -besuche verlagert. Ging es in der Vergangenheit vorrangig darum, neueste Trends und Informationen auf Messen zu erhalten, sind die Hauptziele heute der Besuch von begleitenden Seminaren und zielgerichtet organisierten B2B-Veranstaltungen.

Japan ist infrastrukturell hervorragend erschlossen, was auch auf die Messeplätze zutrifft. Wichtigster Messeplatz ist der Großraum Tokyo mit dem Tokyo Big Sight Gelände, Makuhari Messe in der Nachbarpräfektur Chiba und Yokohama, gefolgt von Osaka. Japan ist nach China der zweitwichtigste Messeplatz in Asien. Laut einer jährlich vom internationalen Messeverband UFI herausgegeben Studie wurden 2009 in Asien 15 Mio. m² Messefläche verkauft. Auf Japan fielen demnach 13 % der verkauften Fläche, was 1,98 Mio. m² entspricht (China ohne Hongkong 55%). 2009 fanden in Japan 326 Fachmessen statt, die eine durchschnittliche Fläche von 6.000 m² einnahmen. Von den 1.782 Messen, die die UFI in ihrer Studie 2009 in Asien untersuchte, wurden 47 % in China und Japan durchgeführt. Verglichen mit 2007 und 2008 musste Japan im Studienjahr 2009 Einbußen hinnehmen. So wurden 2007 immerhin 17 % aller in Asien durchgeführten Messen in Japan organisiert und 2008 waren es 14 %.



In Japan gibt es 12 international relevante Messegelände mit einer Gesamtfläche von rund 350.000 m². Auch hier nimmt das Land der aufgehenden Sonne nach China den zweiten Platz ein. Ein Ausbau der Hallenflächenkapazitäten ist laut UFI für Japan in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Die japanische Messewirtschaft führt überwiegend ein Inseldasein, da sie stark auf die Binnenwirtschaft fixiert ist. Die Mehrheit der Fachmessen ist national ausgerichtet, d. h. viele Aussteller und Besucher kommen aus Japan. Als globaler Trendsetter für Innovation und Technologie ist Japan für High-Tech-Unternehmen interessant. Starkes Wachstum erfuhren in den letzten Jahren Fachmessen für Zukunftsthemen wie Nanotechnologie, Robotik, Biotechnologie und Erneuerbare Energien/Energieeffizienz. Viele Fachmessen werden in Japan von heimischen Fachverbänden und Verlagen organisiert. Tochtergesellschaften ausländischer Veranstalter wie UBM Japan, Reed Exhibitions Japan, E.J. Krause Japan und Mesago Messe Frankfurt sind ebenfalls seit Jahren in Japan aktiv.

Quelle: www.auma.de





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