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Mehrheit der Geschäftsreisenden über Gesundheitsrisiken im Unklaren

92 Prozent der Geschäftsreisenden wünschen sich, dass ihr Arbeitgeber Informationen über mögliche Gesundheitsrisiken im Zielland bereitstellt. Doch nur 43 Prozent sehen diesen Wunsch erfüllt. Das zeigt die neue Studie „Chefsache Business Travel 2015“ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV).

Zu wenig Unternehmen machen bislang Gebrauch von Angeboten wie Infoportalen, die von Geschäftsreisebüros bereitgestellt werden, und auf denen Mitarbeiter tagesaktuelle Hinweise zu Reisezielen abrufen können.

In einer globalisierten Wirtschaft ist es an der Tagesordnung, dass Mitarbeiter Kunden und Geschäftspartner in fernen Ländern treffen. Bei solchen Reisen gilt es, die Besonderheiten des Ziellandes zu beachten. Rund ein Viertel aller Geschäftsreisen weltweit führt beispielsweise in Länder mit Gesundheitsrisiken, etwa einer hohen Verbreitung von Krankheiten, schlechter medizinischer Versorgung oder mangelnder Trinkwasserqualität.

Wer beispielsweise beruflich nach Afrika, Asien oder Südamerika reist, sollte sich deshalb vor und während der Reise gründlich über mögliche medizinische Risiken informieren. Neun von zehn Geschäftsreisenden wünschen sich laut DRV-Studie, dass ihr Unternehmen sie bei der Beschaffung solcher Informationen unterstützt. Doch nicht einmal die Hälfte der Arbeitgeber kommt diesem Wunsch nach. Sie setzen ihre Mitarbeiter damit einem unnötig hohen Risiko aus.

„Informationen aus aller Welt tagesaktuell zugänglich zu machen, sollte im digitalen Zeitalter kein großes Hindernis mehr sein“, sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV. „Überraschend wenig Unternehmen machen jedoch Gebrauch davon, selbst bei einem so wichtigen Thema wie der Gesundheit ihrer eigenen Mitarbeiter.“

Geschäftsreisebüros beraten zum Thema Reiserisiken

Professionelle Geschäftsreisebüros helfen Unternehmen dabei, ihr Informationsmanagement zu verbessern. Über sie haben Reisende ständigen Zugang zu allen relevanten Informationen zum Zielland, beispielsweise über eigene Internetportale. Schon bei der Buchung weisen die Reiseexperten die Mitarbeiter auf verlässliche Quellen hin, die wichtige Gesundheitshinweise zu ihrem Zielort liefern. Die Geschäftsreisebüros beraten Unternehmen außerdem dazu, wie sie sich auf Reiserisiken professionell einstellen. Wenn akute Krisen auftreten, beispielsweise eine Epidemie ausbricht, helfen die Spezialisten bei der Lokalisierung der Reisenden und liefern einen schnellen Überblick, welche Mitarbeiter sich in den betroffenen Ländern aufhalten oder gerade eine Reise dorthin planen. „Die professionelle Unterstützung durch Experten wirkt sich auch auf das Image des Arbeitgebers aus“, sagt Stefan Vorndran. „Sie trägt dazu bei, dass Geschäftsreisende sich unterwegs sicherer fühlen.“

Zur Studie „Chefsache Business Travel 2015“

Die Studie „Chefsache Business Travel 2015“ wurde im Auftrag des Deutschen ReiseVerbands (DRV) durchgeführt. 110 Geschäftsführer, die selbst regelmäßig auf Geschäftsreisen sind, sowie 110 geschäftsreisende Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern wurden dafür zum Thema Geschäftsreisen befragt. Die Daten wurden vom 2. bis 16. Oktober 2014 erhoben.
Weitere Informationen unter www.chefsache-businesstravel.de.





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