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Mehr Aussteller aus Europa auf Messen in Deutschland

Im Jahresvergleich 2006/2007 ist die Zahl der Aussteller aus dem europäischen Ausland auf den Messen in Deutschland um über 3 % gewachsen. Dagegen blieb die Gesamtzahl der ausländischen Aussteller mit einem Plus von 1 % nahezu konstant, vor allem bedingt durch die Struktur des Messeprogramms, und erreichte fast 90.000 Beteiligungen. Das ergab eine Untersuchung des AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.

Von den großen EU-Ländern wuchsen vor allem die Beteiligungen aus Italien (+16 %) und Spanien (+8 %). Rückläufig waren die Ausstellerzahlen aus Großbritannien und den Niederlanden (jeweils -8 %). Unter den osteuropäischen Staaten ragt der Zuwachs von 10 % für Russland heraus. Bemerkenswert sind außerdem die Wachstumsraten für Kroatien (33 %) und Ungarn (12 %).

Die Zahl der Aussteller aus Süd-, Ost- und Zentralasien lag turnusbedingt um rund 5 % unter dem Niveau von 2006 und erreichte 23.500 Beteiligungen. Vor allem Taiwan hat sehr große Beteiligungen auf einigen Messen, die nur in geraden Jahren stattfinden. Entsprechend sank die Ausstellerzahl um ein Viertel auf gut 3.500.

Die Volksrepublik China ist mit über 9.200 Ausstellern weiter zweitgrößter Aussteller; das Plus lag 2007 jedoch bei nur 2 %. Auch andere größere asiatische Länder verzeichneten turnusbedingt nur ein leichtes Ausstellerwachstum wie Korea (+1 %) oder einen Rückgang wie Indien (-0,5 %).

Die Länder des Nahen und Mittleren Ostens hatten 2007 eine nahezu konstante Ausstellerzahl (1.430). Jedoch legten die Vereinigten Arabischen Emirate um 20 % zu auf jetzt 312 Aussteller. Noch vor fünf Jahren waren dies erst 175 Firmen. Die nordamerikanischen Staaten verzeichneten ein Plus von 3 % auf jetzt 5.600 Aussteller, das vor allem auf das Konto Kanadas ging (+20 %), während die USA eine konstante Beteiligung hatten. Die Länder Lateinamerikas registrierten einen Ausstellerzuwachs von 19 % auf jetzt 2.460, vor allem aufgrund umfangreicher Lebensmittel-Präsentationen auf der ANUGA. Unter den großen Ländern der Region ragt der Zuwachs von 35 % für Argentinien heraus. Auch Brasilien als größtes Land Lateinamerikas registrierte ein Plus von 10 % und beteiligte sich an immerhin 57 Messen in Deutschland.

Auch die Messepräsenz Afrikas ist stark durch Lebensmittel geprägt; die Beteiligungen legten insgesamt um 11 % zu auf jetzt 1.740 Aussteller. Sehr messeaktiv ist vor allem Ägypten mit jetzt 499 Ausstellern (+35 %) und einer Präsenz auf 37 Messen, die nur durch Südafrika (49) übertroffen wird.



Die größte Zahl von Beteiligungen an internationalen Messen in Deutschland hatte erneut Italien mit 11.748 mit wieder größerem Vorsprung vor der VR China (9.244). Es folgen Großbritannien (4.884), die USA (4.804) und Frankreich (4.790). Die weiteren Plätze belegen die Niederlande, Spanien, Taiwan, Österreich und die Schweiz. Den 11. und 12. Rang haben Indien und die Türkei inne.

Das Land mit dem breitesten Messespektrum war Österreich mit Beteiligungen an 136 von insgesamt 139 internationalen Messen vor der Schweiz (135), den Niederlanden (134), Italien (133) und Frankreich (130). Unter den kleinen Ländern ist vor allem das Messeengagement Liechtensteins bemerkenswert, dessen Unternehmen sich an 38 deutschen Messen beteiligten.

www.auma-messen.de





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