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Kurzfristige Auslandsentsendungen werden wichtiger

Mehr als die Hälfte der multinationalen Unternehmen (56 Prozent) erwartet nach einer aktuellen Studie von Mercer für 2015/2016 eine Zunahme der kurzfristigen Entsendungen. Insgesamt werden die zur Anwendung kommenden Entsendungsarten vielfältiger.

54 Prozent der Studienteilnehmer rechnen im kommenden Jahr mit einem Anstieg der permanenten Transfers, 50 Prozent sehen erhöhten Bedarf an Entsendungen mit Entwicklungs- bzw. Trainingscharakter. 47 Prozent der Unternehmen prognostizieren einen Zuwachs bei lokal eingestellten Ausländern und 44 Prozent erwarten einen Anstieg der traditionellen langfristigen Entsendungen.

Laut Studie nutzte knapp die Hälfte der Unternehmen in den letzten beiden Jahren häufiger kurzfristige (51 Prozent) und permanente Transfers (50 Prozent), während nur 43 Prozent weiterhin verstärkt auf langfristige Entsendungen gesetzt haben. Weltweit sind mittlerweile bei 85 Prozent der Unternehmen eine oder mehrere Entsendungsrichtlinie(n) etabliert, was einer Steigerung von 4 Prozent seit 2012 entspricht. Aufgrund der zunehmenden Diversifikation der Entsendungsarten zeigt sich ein deutlicher Anstieg an Unternehmen, die mehrere Richtlinien nutzen (heute 64 Prozent im Vergleich zu 57 Prozent im Jahr 2012).

Entsendungen: Gründe und Hindernisse
Die fünf im Rahmen der Studie meistgenannten Gründe für Auslandsentsendungen sind die Bereitstellung von technischen Fähigkeiten, die lokal nicht verfügbar sind (43 Prozent), der Transfer von Know-how (43 Prozent), die Bereitstellung spezifischer Managementfähigkeiten (41 Prozent), Karriereplanung und Führungskräfteentwicklung (41 Prozent) sowie die Erfüllung bestimmter Projektanforderungen (40 Prozent). Zukünftig erwarten 57 Prozent der Unternehmen eine Zunahme der strategischen Entsendungen. 51 Prozent rechnen damit, mehr junge Mitarbeiter ins Ausland zu entsenden und 41 Prozent prognostizieren vermehrte Entsendungen in abgelegene Gebiete. Der größte Zuwachs wird bei Entsendungen in die USA sowie nach China, UK, Singapur und Brasilien erwartet.

Zudem scheint Deutschland als Entsendestandort attraktiver zu werden. Unternehmen mit Headquarter in Deutschland sehen neben Entsendungen in die USA und nach China vor allem Entsendungen aus dem Ausland nach Deutschland als Trend für die kommenden Jahre.

Das effektive Management der Karriere von begleitenden Lebensgefährten („Dual Careers“) und die familiäre Situation sind die in der Studie global am meisten genannten Hindernisse für Mitarbeitermobilität. 37 Prozent der Befragten sehen darin große oder sehr große Herausforderungen. Die „Kosten im Zusammenhang mit den derzeitigen Bedingungen“ wurden mit 35 Prozent am zweithäufigsten genannt, gefolgt von „Härtefällen“ (25 Prozent) und „Karrieremanagement“ (23 Prozent). Jedoch sind all diese Herausforderungen im Vergleich zur Studie 2012 weniger ausgeprägt, was darauf hindeutet, dass die Unternehmen proaktiv Maßnahmen ergreifen, um Hindernisse abzubauen.

Geschlecht und Alter der Expatriates
Der Anteil weiblicher Expatriates hat sich weltweit auf 15 Prozent erhöht (2013: 12 Prozent; 2010: 9 Prozent).
Die Mehrzahl der langfristig entsendeten Mitarbeiter (66 Prozent) ist zwischen 35 und 55 Jahre alt. Kurzfristig entsendete Mitarbeiter werden dagegen zunehmend jünger: Mittlerweile sind 48 Prozent unter 35 Jahre alt, eine Steigerung um 3 Prozent seit 2013. Expatriates über 55 sind nach wie vor die Ausnahme. Nur 10 bzw. 7 Prozent der lang- bzw. kurzfristig entsendeten Mitarbeiter fallen in diese Altersgruppe. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich dieses Bild aufgrund alternder Belegschaften und mangelnder Fachkräfte mit der Zeit ändern wird.
Quelle: www.mercer.com





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