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Knigge international

Wer sich souverän auf internationalem Parkett bewegen und erfolgreich verhandeln will, sollte mehr als nur die Sprache und sein Business beherrschen. Es sind vielmehr der gute Stil, das richtige Geschenk und die passenden Worte, die Geschäftspartner in anderen Ländern zum Strahlen bringen. Die Geschäftsreise-Experten von Opodo Corporate empfehlen, sich über die jeweiligen Gepflogenheiten im Reiseland zu informieren, um Patzer bei wichtigen Terminen im Ausland zu vermeiden. Denn was in Deutschland zum guten Ton gehört, fassen Geschäftspartner in anderen Ländern schon mal als grobe Unhöflichkeit auf.

Es gibt sie wirklich, die Kombination zwischen Klima und Kommunikation. In kühleren Gefilden wie etwa Dänemark, Schweden oder Norwegen bleibt auch der geschäftliche Umgang eher verhalten, und obwohl man schnell zum „Du“ übergeht, sind lockere Geschwätzigkeit oder gar Umarmungen in Skandinavien absolut fehl am Platze. Privates und Geschäftliches wird hier strikt voneinander getrennt. Einzige Ausnahme: In Finnland ist der gemeinsame Saunabesuch auch unter Geschäftspartnern gang und gäbe, wer absagt, sollte eine plausible Erklärung zur Hand haben.

In wärmeren Klimazonen wie Spanien lebt der zwischenmenschliche Umgang auch im Geschäftsleben deutlich auf. Nicht selten gibt es schon beim zweiten Termin ein Küsschen auf die Wange, gern wird über die Familie geplaudert oder sogar Fotos gezeigt, bevor man zum Geschäftlichen übergeht. Auch in der arabischen Welt ist Smalltalk besonders erwünscht, bevor man in die Verhandlung übergeht. Dabei wird die Frage nach den Kindern gern gesehen, die nach der Ehefrau wird für Irritationen sorgen. Besprechungen werden gern in Cafés oder beim Dinner geführt, wobei ausschließlich mit der rechten Hand gegessen wird. Mit Zeit, Humor und Einfühlungsvermögen kann man hier viel erreichen, auch lieben die Moslems kleine Mitbringsel – allerdings keine Blumen.

Vorsicht ist auch bei Mimik und Gestik geboten: Während in Deutschland das Bilden eines Kreises aus Daumen und Zeige- oder Mittelfänger ein „o.k.“ signalisiert, steht dieses Zeichen in Brasilien für Geschlechtsverkehr. In Indien sollte man sich nicht durch jedes Kopfschütteln entmutigen lassen. „Die Bedeutung reicht dort tatsächlich von ja über vielleicht bis nein! Bevor man die unterschiedlichen Nuancen nicht richtig deuten kann, sollte man lieber noch einmal nachfragen“, erklärt Geschäftsreise-Expertin Susanne Drieux von Opodo Corporate. In Japan gilt es, laute Geräusche beim Niesen oder Naseputzen zu vermeiden, wenn der Geschäftreisende nicht durch extrem schlechtes Benehmen auffallen will.

Das Zauberwort in China heißt „guanxi“ – Beziehungen. Ohne ein gutes Netzwerk läuft in diesem Land gar nichts, deshalb gehört die Kontaktpflege zur Basis des Geschäftslebens. Wer eine Visitenkarte bekommt, nimmt sie als Zeichen des Respekts immer mit beiden Händen entgegen und steckt sie niemals in die Hose. Die besten Abschlüsse werden hier ebenfalls beim Essen erzielt, wobei Schlürfen und Schmatzen ausdrücklich erlaubt ist. Alkohol wird permanent nachgeschenkt, auch wenn das Glas halbvoll ist, und auch der Teller wird aufgefüllt, solange kein Anstandshappen liegen bleibt. Kleine, feine Geschenke öffnen in China die Herzen, Gegeneinladungen zum Essen gehören zum guten Ton.

Im Land des Lächelns, Thailand, signalisiert das Lachen ohne Grund vor allem ein gewisses Unwohlsein des Gastgebers. Da gilt es, schnell das Thema zu wechseln, wobei Kritisches über die Königsfamilie möglichst vermieden werden sollte. Leises und ruhiges Sprechen gehört zum guten Ton, genauso wie sehr gepflegte Kleidung, die den sozialen Status demonstriert.

Weitere Informationen finden Sie unter

www.opodo-corporate.de





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