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Kann der Funke auch auf andere Metropolen überspringen?

In London ist der Teufel los. Autos brennen, Geschäfte werden geplündert und Sicherheitskräfte werden angegangen. Mit Entsetzen verfolgt man die Nachrichten, schüttelt den Kopf und ist froh, zurzeit nicht geschäftlich nach London zu müssen. Kollegen, die auf der Insel unterwegs sind, drückt man selbstverständlich die Daumen und gibt gerne den einen oder anderen Rat, wie man sich am besten bei Ausschreitungen, wie sie die britische Hauptstadt erlebt, verhält. Kritische Stadtteile meiden, bei Anbruch der Nacht das Hotel nicht mehr verlassen, besser Taxi statt U-Bahn nutzen und so weiter.
Und selbst in man froh, morgen nach Paris, Berlin, Mailand oder Madrid zu fahren und eben nicht in das unsichere London.

London kann überall sein

Der Funke kann sehr schnell auch auf andere Metropolen überspringen. Vor Jahren überzog eine Welle der Gewalt die Pariser Vororte. Regelmäßig kommt es in Berlin und Hamburg zu Gewaltausbrüchen, bei denen Hunderte von Krawallbrüdern die Konfrontation mit der Staatsmacht suchen. Und es kann jederzeit wegen kleinster Anlässe in Großstädten zu massiven Ausschreitungen kommen. Via Facebook und Co lassen sich zahllose gewaltbereite Chaoten jeglicher Couleur zu Straßenfesten der besonderen Art mobilisieren.

Geschäftsreisende sind gut beraten, sich mit möglichen sozialen Unruhen auseinanderzusetzen.

Das schließt auch eine durchdachte Planung der Geschäftsreise mit ein. Bei der Wahl des Hotels sollte nicht nur der Preis, sondern auch die Lage entscheidend sein. Liegt das Hotel in einem unsicheren Stadtteil und dazu noch weit vom Veranstaltungsort entfernt, könnte die Süße des günstigen Preises schnell dem bitteren Geschmack des eingegangenen Risikos weichen.
Geschäftsreisende sollten grundsätzlich kurze Wege bevorzugen.

Personenschaden ist schlimmer als Sachschaden

Bringen sie sich bei Krawallen in Sicherheit und nicht ihren Dienstwagen.
Ein Garagenplatz in einem Hotel schlägt gut und gerne mit 20 Euro in die Reisekasse. Da ist der kostenbewusste Reisende schnell geneigt den Firmenwagen über Nacht auf der Straße abzustellen und nicht in der Garage.
Kommt es im Umfeld des Hotels zu Krawallen, sollten Geschäftsreisende auf keinen Fall den Helden spielen.
Chaoten sind nicht zu unterschätzen. Der Besitzer eines großen Dienstwagens könnte für umherziehende Banden ähnlich attraktiv sein wie die Scheiben einer Bank. Unter Umständen kann auch die Polizei für den Geschäftsreisenden zu Sicherheitsrisiko werden. Polizisten sind auch nur Menschen. Irgendwann greifen sie nicht mehr ein, sondern wehren sich nur noch. Durch ein verschmutztes Visier eines Polizeihelms kann die Sicht des Polizisten eingeschränkt werden. Dadurch ist es nicht ausgeschlossen, das ein Hilfesuchender fälschlicherweise mit einem Chaoten verwechselt wird. Im schlimmsten Fall gehen die Sicherheitskräfte mit Pfefferspray oder mit dem Schlagstock gegen jeden vor, der sich in die Nähe eines Polizisten begibt.

Im Zweifelsfall abbrechen

Ist das Ziel ihrer Reise in Gefahr oder wird das Sicherheitsrisiko zu groß, brechen sie ihre Geschäftsreise im Zweifelsfall besser ab.
Verlassen sie die Stadt am Vormittag. Nach einer Krawallnacht herrscht morgens in der Regel Ruhe. Dabei ist der kürzeste Weg nicht immer der Beste. Die Fahrt durch die Orte der Unruhen sollte vermieden werden, auch wenn es einen Umweg bedeutet.
Zum Bahnhof oder zum Flughafen geht es am sichersten mit dem Taxi.

Kein Geschäft kann so wichtig sein, das man dafür die Sicherheit aufs Spiel setzt.





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