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Kabinenluft legt komplette Crew lahm

Zu einem Vorfall mit belastender Kabinenluft bei einem Flug am 31. Dezember 2011 äußert sich Markus Tressel, Sprecher für Tourismuspolitik wie folgt:

„Anlässlich des aktuellen Berichts der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, wonach sich bei einem Charterflug in Köln-Bonn neben Piloten auch Flugbegleiterinnen und -begleiter am 30.12.2011 flugdienstuntauglich meldeten, nachdem starker Ölgeruch aufgetaucht ist, erklärt Markus Tressel, Sprecher für Tourismuspolitik:



Dass alle Besatzungsmitglieder auf einmal ausgefallen sind, zeigt, dass ein erhebliches Problem existiert. Von einwandfreier Qualität der Luft kann wirklich niemand mehr sprechen. Wir können von Glück sprechen, dass nicht noch Passagiere zu Schaden gekommen sind, die sich zu diesem Zeitpunkt nicht an Bord befanden. Alle Besatzungsmitglieder meldeten sich flugdienstuntauglich und begaben sich in ärztliche Behandlung.

Die Bundesregierung steht unter Zugzwang. Wir haben einen Antrag in den Deutschen Bundestag eingebracht. Neben der Forschung sind dabei Maßnahmen zugunsten der Gesundheit der Passagiere, der Flugsicherheit und dem Arbeitsschutz erforderlich. Ein Umdenken, wie nach der Anhörung im September, ist nicht zu erkennen. Stattdessen wirft man uns nun Hysterie vor.

Aber neben der Bundesregierung müssen auch Fluggesellschaften und Industrie dringend handeln. Bislang hieß es hier, die Luft sei von einwandfreier Qualität. Wenn nun aber die Besatzung nicht mehr in der Lage ist, die Flüge durchzuführen, haben auch die Fluggesellschaften und damit die Branche an sich ein hausgemachtes, ökonomisches Problem. Es wird Zeit, dass hier Maßnahmen ergriffen werden, beispielsweise indem man weniger gesundheitsbedenkliche Öle einsetzt, Filter einbaut oder langfristig die Luft nicht mehr an Triebwerken abzapft.“





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