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Internationales Symposium zu Verantwortung und Verantwortlichkeit von Führungskräften

In Zeiten dramatischer Veränderungen in der globalisierten Wirtschaft und damit verbundenen, immer häufiger stattfindenden Standortverlagerungen sowie vielfachem Outsourcing wird ein hohes Maß an Verantwortung und Verantwortlichkeit von Führungskräften gefordert. Gerade mit der erst kürzlich angekündigten Schließung/Verlagerung des Nokia-Werkes in Bochum rückte dieses Thema wieder massiv ins öffentliche Bewusstsein.

Zur akademischen Diskussion dieser Thematik veranstaltet die Hochschule Reutlingen, Fakultät Produktionsmanagement, zusammen mit der Universität Frankfurt/Main und dem Bundesverband der angestellten Akademiker und Leitenden Angestellten der Chemischen Industrie, VAA, am 3./4. April 2008 ein internationales Symposium mit hochrangigen Experten.

Den Auftakt des Symposiums bildet am 3. April ein festlicher Empfang im grünen Saal des Schlosses Bebenhausen, zu dem neben Wissenschaftlern aus aller Welt auch Vertreter aus Wirtschaft und Politik sowie von Verbänden und Hochschulen geladen sind.
Namhafte Rechtsexperten aus Belgien, Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Spanien, den USA und Deutschland werden sich vor dem Hintergrund unterschiedlicher Rechtsordnungen mit der besonderen Position und Rolle von Führungskräften, die zwischen dem Aufgabenbereich des Arbeitgebers und den Interessen der Arbeitnehmer angesiedelt sind, auseinandersetzen.

„Ich kann Ihnen Regalmeter von Literatur zum Internationalen Arbeitsrecht zeigen, aber Sie werden dabei nichts zu Führungskräften finden“, sagt der renommierte Professor für Arbeitsrecht an der Universität Frankfurt/Main, Prof. Dr. Manfred Weiss. Dies ist der Grund, weshalb sich der Bundesverband der Führungskräfte Chemie (VAA), das Institut für Arbeits-, Wirtschafts-und Zivilrecht der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main sowie die Hochschule Reutlingen, Fakultät Produktionsmanagement, entschieden haben, gemeinsam diese Lücke zu füllen. Dieses in Deutschland einmalige Projekt wird in einem vom Nomos-Verlag verlegten Praxis-Handbuch seinen Niederschlag finden. Dort werden Unternehmen und Führungskräfte, u.a. auch bei der Vorbereitung und Durchführung einer Auslandsentsendung, konkrete Hilfestellung finden.

Zum Abschluss des Symposiums findet am Abend des 4. April eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Wie ist Outsourcing und transnationale Standortverlagerung ethisch vertretbar?“ statt.

Ein brisantes Thema, das nicht erst seit Nokia heftige Wellen schlägt. Standortschließungen und Standortverlagerungen bestimmen schon seit Jahren regelmäßig die Schlagzeilen. Daneben werden sowohl im privatwirtschaftlichen als auch im öffentlichen Sektor immer mehr Aufgaben an externe Dienstleister ausgelagert.

Auf dem Podium diskutieren diese Thematik Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, ehemalige Bundesjustizministerin, Hans-Ulrich Holdenried, Geschäftsführer von Hewlett-Packard Deutschland, Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen und Prof. Dr. Willi Weiblen, Ministerialdirigent im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg. Moderiert wird die Veranstaltung von SWR-Wirtschaftsredakteur Axel Sonneborn. In Anbetracht dieses hochkarätig besetzten Podiums ist mit einer spannenden und kontroversen Diskussion zu rechnen.
Beginn der Podiumsdiskussion ist Freitag, 4. April 2008, 19.00 Uhr, Ort: Aula der Hochschule Reutlingen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.symposium.reutlingen-university.de





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