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Internationale Luftfahrt jubelt über Zuwächse

Die europäischen Airlines haben allen Grund zum Jubeln: die Krise seit 9/11 scheint endgültig überwunden zu sein. Das Wachstum bei den Passagierkilometern stieg 2004 um neun Prozent, die Passagierzahlen um immerhin 4,8 Prozent. Insgesamt konnte die Association of European Airlines AEA http://www.aea.be mehr als 307 Mio. Passagiere zählen, rund 209 Mio. waren auf internationalen Routen unterwegs, berichtet der Branchendienst Focus on Travel News http://www.ftnnews.com .

Die Passagierzahlen haben damit erstmals wieder jene Werte erreicht, die auf dem Niveau vor dem 9/11 lagen. Die großen Bremser der vergangenen Jahre waren neben dem Terroranschlag in New York auch die SARS-Epidemie und der Krieg im Irak. Grund für das Wachstum war vor allem der Anstieg auf den Verbindungen von Europa nach Fernost. Genau jene Destinationen wurden von SARS am schwersten getroffen. Die AEA meldete einen Anstieg nach Fernost von 19,2 Prozent. Zu den großen Gewinnern zählten auch Destinationen in Nordafrika und im Nahen Osten. Dort betrug das Wachstum 15 Prozent. Auch die Verbindungen nach Nordamerika stiegen um 7,2 Prozent. Am schwächsten, nämlich mit nur 5,7 Prozent Wachstum, hat der innereuropäische Markt abgeschnitten.

Nach Angaben der AEA ist 2004 das erste Jahr seit 1998, in dem die europäischen Airlines zumindest kleine Profite schreiben. Geschätzte 900 Mio. Dollar werden diese betragen. Hohe Treibstoffpreise haben das Wachstum etwas gedämpft.

Auch global betrachtet war 2004 ein erfolgreiches Flugreisejahr, wie die International Air Transport Association IATA http://www.iata.org mitteilt. Im Vergleich zu 2003 stieg der globale Passagierverkehr um 15,3 Prozent, der Frachtverkehr um 13,4 Prozent. Alle Regionen verzeichneten zweistellige Wachstumszahlen. Spitzenreiter war Naher Osten und Asien-Pazifik mit 24,8 Prozent, dabei ein Passagieranstieg von 20,5 Prozent. Gesamt betrachtet endete 2004 aber mit einem Verlust von 4,8 Mrd. Dollar. Nach IATA-Angaben wird der Markt bis 2008 um etwa sechs Prozent jährlich anwachsen. Teuer zu stehen kommen den Airlines auch die Navigationssysteme. Seit 1999 sind die Kosten dafür um 9,4 Prozent auf mehr als acht Mrd. Dollar gestiegen. Bei einem Ölpreis von 34 Dollar pro Barrel könnte sich 2005 ein Profit von 1,2 Mrd. Dollar ausgehen. Indessen kämpfen die Fluggesellschaften darum die Effizienz der Flugzeuge zu steigern und weiter Treibstoff zu sparen. Moderne Flugzeuge wie der Airbus A340-600 verbrauchen pro Passagier nur 3,6 Liter pro 100 Kilometer.





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