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Hay Group-Studie zeigt Veränderungen in den Firmenwagen-Regelungen

Fast alle Unternehmen in Deutschland bieten ihren Mitarbeitern neben dem eigentlichen Gehalt Nebenleistungen an. Besonders die Bedeutung von Firmenwagen hat in deutschen Unternehmen in den letzten Jahren stetig zugenommen. Die Unternehmen praktizieren hierzulande bisher eine im internationalen Vergleich sehr großzügige Politik bei Firmenwagen. Doch jetzt ist die Wirtschaftskrise auch hier angekommen: Über 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben ihre Car Policies im Zeitraum 2009/2010 eingeschränkt oder planen dies noch zu tun, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung Hay Group.

Zwar verändern die meisten Firmen in Deutschland ihre Regelungen für Firmenwagen. Wirklich schwerwiegende Einschnitte, die die Mitarbeiter unmittelbar im Geldbeutel spüren, wurden aber bisher vermieden: „Die Unternehmen haben in der Regel weder den Berechtigtenkreis oder die Privatnutzung eingeschränkt noch die Mitarbeiterbeteiligung erhöht“, so Andreas Schmelzer, Senior Consultant bei Hay Group. „Die jetzt erfolgten oder geplanten Anpassungen betreffen vor allem Einflussgrößen, die sich nicht unmittelbar monetär auf die Arbeitnehmer auswirken.“

Die neuen Firmenwagen: kleiner und umweltfreundlicher Konkret reduzieren die meisten Unternehmen in ihren neuen Policies die Größe der verfügbaren Pkw-Modelle (48 Prozent). Leitende Angestellte müssen damit rechnen, dass ihre Leasingrate um durchschnittlich zehn Prozent, von ca. 800 Euro auf ca. 720 Euro reduziert werden. Viele Firmen (40 Prozent) fördern mit den neuen Richtlinien zudem die Umstellung der Firmenwagenflotte nach ökologischen Aspekten, vor allem in Richtung geringerem CO2-Ausstoß. Darüber hinaus verändern viele Firmen die administrativen Prozesse, vor allem durch Vereinheitlichung und Auslagerung (39 Prozent). Knapp ein Viertel der Firmen verlängern laut Hay Group die durchschnittliche Nutzungsdauer von 36 auf 45 Monate.

Bei Veränderungen, die die Mitarbeiter unmittelbar und sofort spüren würden, zeigen sich die befragten Firmen derzeit noch zurückhaltend: So schränkt nur knapp ein Viertel den Kreis der berechtigten Mitarbeiter ein und nur in einem Fünftel der Unternehmen müssen sich die Mitarbeiter direkt an ihrem Firmenwagen beteiligen. Auch die Beschränkung der Privatnutzung spielt nur eine untergeordnete Rolle bei den geplanten oder bereits umgesetzten Veränderungen.

Automobil-Branche am stärksten betroffen Als Folge des immensen Kostendrucks und der schlechten Verkaufszahlen planen vor allem die Automobilhersteller und -zulieferer im Vergleich zu anderen Branchen überdurchschnittlich viele Veränderungen für das Jahr 2010. Besonders schnell reagiert hat die Konsumgüterindustrie und bereits zu Anfang des Jahres 2009 sehr viele Anpassungen durchgeführt. Wenige Veränderungen gibt es dagegen in Unternehmen der High Tech- und Industriegüterbranche.

Die Untersuchung von Hay Group zeigt einen deutlichen Trend: Je größer die Mitarbeiterzahl eines Unternehmens, desto stärker wurde oder wird die Car Policy geändert. Hierbei ändern die ausländischen Unternehmen in Deutschland ihre Firmenwagen-Regelungen insgesamt schneller und in größerem Umfang als die deutschen Firmen.

„Die Unternehmen sollten ihre Firmenwagen-Regelungen regelmäßig überprüfen, um die Balance zwischen Kosteneffizienz und Motivationswirkung bzw. emotionaler Bedeutung der Firmenwagen zu sichern. Dabei sollte stets der Gesamtvergütungs-Ansatz im Blick behalten werden“, so Hay Group-Experte Schmelzer. Um die eigene Marktpositionierung in Sachen Nebenleistungen zu erkennen und Einsparpotenziale zu identifizieren, eigneten sich vor allem regelmäßige Benchmarks zur Überprüfung der Gesamtvergütung. „Sehr wichtig ist zudem eine gute Kommunikation aller Nebenleistungen und des Kostenaufwands, damit die Mitarbeiter bestehende Leistungen höher wertschätzen und notwendige Einschränkungen besser verstehen können.“

www.haygroup.de





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