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Hamburg Airport startet Qualitätsoffensive für Taxen am Flughafen

Rechtzeitig vor Beginn der FIFA Fußball-WM 2006 startet Hamburg Airport eine Qualitätsoffensive für Taxen am Flughafen. Vor dem Hintergrund ständig steigender Touris-tenzahlen und der zahlreichen ausländischen Gäste zur Fußball-Weltmeisterschaft im Juni 2006 soll damit ein einheitlich hohes Qualitätsniveau im Taxengewerbe am Flughafen erreicht werden. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der Hamburger Taxi-Verbände, den zuständigen Behörden und der Flughafen Hamburg GmbH erarbeitete Details einer schriftlichen Vereinbarung. Die Ergebnisse wurden heute in der bereits zweiten Abstimmungsrunde diskutiert und verabschiedet. Die neuen Regelungen sollen im Frühjahr 2006 in Kraft treten.
Sauberkeit und Sicherheit ist Grundvoraussetzung
Wesentlicher Inhalt der schriftlichen Vereinbarung mit den Taxi-Unternehmern ist eine Verpflichtung, nur technisch und optisch einwandfreie Wagen einzusetzen. Die Fahrer müssen über Ortskenntnisse inklusive Flughafen und seinen Terminals sowie über ausreichende Kenntnisse der deutschen und über Grundkenntnisse der englischen Sprache verfügen. In diesem Zusammenhang bietet die Flughafen Hamburg GmbH ihre Unterstützung bei der Durchführung von Englisch-Kursen an. Zudem muss es dem Fahrgast möglich sein, die Fahrt bargeldlos zu zahlen. Kindersitze sind Pflicht und müssen auf Wunsch des Fahrgastes bereit gestellt werden. Darüber hinaus soll die Qualitätsoffensive dafür sorgen, dass die Fahrer sich verantwortungsvoll und serviceorientiert verhalten, behilflich sind beim Ein- und Ausladen des Gepäcks und auf Wunsch das Gepäck bis an die Haustür tragen.



Verträge mit dem Flughafen stehen allen Taxiunternehmern offen
Die Flughafen Hamburg GmbH wird mit den Taxiunternehmen Vereinbarungen schließen, in denen genau definierte Qualitätsanforderungen geregelt sind. Die Verträge stehen allen Hamburger Taxi-Unternehmern offen, die bereit sind, diese vertraglichen Qualitätsmerkmale einzuhalten.



Taxi-Unternehmer, die die Vereinbarung unterzeichnen, erhalten eine Berechtigungskarte zur Einfahrt in den Taxihauptspeicher sowie zu den Einstiegszonen vor den Terminals. Die Einhaltung der Qualitätsanforderungen wird durch die Flughafen Hamburg GmbH regelmäßig kontrolliert. Im Rahmen der Beratungen wird von einer Gebühr pro Tour von ca. 0,45 bis 0,50 Euro ausgegangen. Die Gebühr spiegelt die Selbstkosten für Infrastruktur und ein professionelles Qualitätsmanagement des Flughafens wider. Die Flughafen Hamburg GmbH wird einen regelmäßigen Beirat „Taxen am Flughafen“ einberufen, der die Interessen des Taxi-Gewerbes in Bezug auf die Einhaltung der Vereinbarung wahren soll.

Michael Eggenschwiler, Sprecher der Geschäftsführung am Hamburg Airport, zur Qualitätsoffensive am Hamburg Airport: „Die Qualitätsoffensive des Flughafens birgt auch für die Hamburger Taxi-Unternehmer eine große Chance. Durch die festgelegten Qualitätsstandards werden unsere Fluggäste wieder auf den einheitlich guten Service der Taxen vor den Terminals vertrauen. Taxifahrer können somit die große Anzahl an Touren zurückgewinnen, die sie in den letzten Jahren an vorbestellte Taxen verloren haben. Das schafft Sicherheit in der Ertragslage jedes teilnehmenden Taxi-Unternehmers.“

Meinungen aus Hamburg und dem Taxi-Gewerbe:
Dr. Christoph Klingenberg, Bereichsleiter Non-Hub Services der Deutschen Lufthansa: „Genau wie eine Fluggesellschaft ist auch der Taxi-Unternehmer ein wichtiges Glied in der Dienstleistungskette im Personentransport. Nur wer unternehmerisch denkt und kundenorientierten Service bietet, wird langfristig Erfolg erzielen. Unsere Kunden sind zum großen Teil Geschäftsleute. Sie sind anspruchsvoll und suchen sich bessere Alternativen, wenn sie mit dem Service nicht zufrieden sind. Die Deutsche Lufthansa unterstützt die Qualitätsoffensive am Hamburg Airport. Sie nützt sowohl dem Ansehen unserer Branche als auch dem Ansehen der schönen Touristen- und Handelsstadt Hamburg.“



Dietrich von Albedyll, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH: „Mehr als 10 Millionen Gäste nutzten im Jahr 2005 den Hamburg Airport und die Tendenz ist steigend. Hier bekommen unsere Gäste einen ersten Eindruck der Stadt. Dienstleistungsbereitschaft, Sauberkeit und Freundlichkeit sind dabei wesentliche Faktoren für einen positiven Eindruck. Als internationales Drehkreuz ist der Flughafen die Visitenkarte Hamburgs, und wir begrüßen die Initiative zur Qualitätssicherung, um Hamburg national wie auch international als attraktive Städtedestination bekannt zu machen.“

Dr. Hariolf Wenzler, Geschäftsführer der Hamburg Marketing GmbH: „Hamburg Airport ist ein wichtiges Aushängeschild Hamburgs. Viele Gäste erhalten am Airport ihren ersten Eindruck von unserer schönen Stadt. Vor allem zur FIFA WM 2006 erwarten wir zahlreiche Besucher aus aller Welt in der Elbmetropole. Hier ist erstklassige Dienstleistung in und am Flughafen unerlässlich. Die Hamburg Marketing GmbH unterstützt aus diesem Grunde die Qualitätsoffensive am Hamburg Airport.“



Eugen Block, Gründer Block House Restaurantbetriebe AG und Elysée Hotel AG:
„Die Qualitätsrichtlinien des Flughafens sind Selbstverständlichkeiten, über die gar nicht diskutiert werden dürfte! Die meist selbstständigen Taxifahrer sollten die bestmögliche Dienstleistung erbringen, die sich ein Fahrgast vorstellen kann – zum eigenen Wohl. Als Hotelier bin ich für die Qualitätsoffensive des Flughafens, denn sie verbessert das Image Hamburgs als weltoffene Stadt und bringt allen Hamburger Fahrgästen Vorteile.“

Karl-Heinz Neugebauer, Vorsitzender des Landesverbands für das Personen-Verkehrsgewerbe Hamburg (LPVG): „Der Taxiverband Hamburg unterstützt die Initiative am Hamburger Flughafen und hat an der Ausarbeitung der Qualitätskriterien mitgewirkt. Ziel ist es, die guten Kollegen zu schützen und schwarze Schafe auszusieben. Ein professionelles Qualitätsmanagement ist selbstverständlich mit Kosten verbunden. Solange der Flughafen lediglich die Selbstkosten umlegt, sollte jeder Taxi-Unternehmer bereit sein, an diesen teilzuhaben. Im Endeffekt nützt die Neuregelung dem gesamten Gewerbe und ist eine echte Dienstleistung am Kunden. Und das ist das Wichtigste.“

Jürgen Kruse, Geschäftsführer von Hansa Funktaxi 211 211 in Hamburg: „Das Hamburger Taxi-Gewerbe muss endlich anfangen, wie moderne Unternehmer zu denken und zu handeln. Verhandelte Verträge sind die Zukunft, denn sie schaffen eine planbare Struktur und bieten den Taxi-Unternehmern vertraglich gesichertes Geschäft. Das bringt Vorteile für beide Seiten: Dem nachfragenden Kunden und dem anbietenden Taxi-Unternehmer.“





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