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Großkunden prüfen Zusammenarbeit mit Lufthansa-Tochter

Die Ausforschung von Flugdaten eines
Journalisten zur Aufdeckung interner Informationslecks könnte für die
Lufthansa laut einem Medienbericht noch gravierende Konsequenzen
haben. Vor allem Großkunden seien verunsichert und forderten von dem
Konzern Aufklärung, wie er mit Passagierdaten umgehe, berichtete das
Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» vorab am Samstag. Einige von ihnen
prüften sogar, ob sie weiter mit der Lufthansa-Tochter AirPlus
zusammenarbeiten.



Der Finanzdienstleister unterstützt dem Magazin zufolge weltweit
mehr als 30 000 Firmen bei der Abwicklung ihrer Geschäftsreisen und
gibt Kreditkarten heraus, über die Mitarbeiter dienstliche Ausgaben
für Hotels, Mietwagen oder Bewirtungen bezahlen. In Verbindung mit
den ebenfalls von AirPlus verwalteten Flügen sowie Bahnreisen könne
die Lufthansa sogar Bewegungsprofile von Top-Managern erstellen.

Ein Konzernsprecher wies dem Bericht zufolge den Verdacht zurück,
der Konzern nutze auch Daten seiner Tochter AirPlus, um eigene
Interessen zu schützen. Gleichzeitig bestätigte der Konzern, dass bei
der Suche nach internen Informationslecks auch Miles & More-Daten
eines Journalisten verwertet wurden.

ddp.djn/nas/pon





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