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Gewerkschaft der Polizei: Sicherheitspersonal an Flughäfen besser ausbilden

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, hat eine bessere Ausbildung des Sicherheitspersonals und mehr Bundespolizei an Flughäfen gefordert. „Es handelt sich in erster Linie um ein bedauerliches menschliches Versagen“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitag-Ausgabe) zu dem Vorfall auf dem Flughafen München. „Wir brauchen eine qualitativ bessere Ausbildung und eine bessere Bezahlung der Mitarbeiter in den privaten Sicherheitsfirmen. Dort wird Lohndumping betrieben. Außerdem muss die Bundespolizei personell verstärkt werden.“ Freiberg sieht in dem Vorfall „auch ein Zeichen von Arbeitsüberlastung“. Die Mitarbeiter der privaten Sicherheitsfirmen „werden angetrieben, möglichst schnell zu arbeiten, damit die Passagiere nicht anfangen zu schimpfen. Das ist allerdings nicht Sinn der Sache.“ Schließlich gehe es um Sicherheit. Der Terrorismusexperte Rolf Tophoven erklärte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, die Panne „muss nachdenklich stimmen. Dass der Mann abtauchen konnte und sich auch nicht gemeldet hat, ist merkwürdig.“ Er fügte jedoch hinzu: „Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Man sollte nicht in Panik verfallen und nicht alles in Frage stellen.“ Am sichersten sei eine Kombination aus funktionierender Technik sowie genauer Beobachtung und Befragung der Passagiere vor dem Flug, wie es die Israelis praktizierten. Ob das in Deutschland durchsetzbar sei, stehe auf einem anderen Blatt.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger





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