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Germanwings und Easyjet lassen eigenes Wartungspersonal einfliegen

Der Streik bei der Lufthansa hat am Dienstag für
Ausfälle im Flugverkehr von und nach Berlin gesorgt. Nach Angaben
eines Sprechers der Berliner Flughäfen mussten zehn Flüge für Tegel
gestrichen werden. Insgesamt fielen dem Berliner Lufthansa-Sprecher
Wolfgang Weber zufolge innerhalb Deutschlands und Europas 70 Flüge
aus.

Weber sagte, bei den Ausfällen handele es sich um jeweils zwei
Flüge von und nach München und um jeweils drei Flüge von und nach
Frankfurt am Main. Hier hätten sämtliche Passagiere auf andere Flüge
umgebucht werden können. Im Falle der Verbindungen nach Hannover habe
das Unternehmen «für ein paar Hundert Passagiere auf die
Bahn-Alternative» zurückgegriffen. Mit Blick auf Streikauswirkungen
am Mittwoch sagte Weber: «Wir bemühen uns, den Flugplan weitestgehend
aufrecht zu erhalten.»

Die Fluggesellschaften Germanwings und Easyjet ließen nach Angaben
des Sprechers der Berliner Flughäfen, Eberhard Elie, Technikpersonal
für Wartungsarbeiten einfliegen. Die Teams sollten den Verkehr dieser
Linien sicherstellen. «In Schönefeld gab es keine streikbedingten
Ausfälle», erläuterte Elie.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte den Streik des Boden-
und Kabinenpersonals am Dienstag ausgeweitet. In Tegel beteiligte
sich einer ver.di-Sprecherin zufolge seit Mitternacht das
Technikpersonal am Ausstand, in Schönefeld legten am frühen Morgen 70
bis 80 Prozent der Technikkräfte die Arbeit nieder. Neben den
Schwerpunkten in Frankfurt am Main und Hamburg hatte ver.di auch
Nürnberg in den unbefristeten Arbeitskampf einbezogen. Am Abend
sollte Stuttgart folgen. Laut ver.di beteiligten sich am Dienstag
deutschlandweit rund 5000 Beschäftigte am Streik.

Für die kommenden Tage erwartet die Gewerkschaft stärkere
Behinderungen im Flugverkehr. Passagiere sollten sich auf der
Lufthansa-Homepage im Internet oder unter der Rufnummer 0800 –
8506070 informieren.

ver.di fordert 9,8 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von
zwölf Monaten. Der Lufthansa-Vorstand hat vor allem mit Verweis auf
die sich verschlechternden Rahmenbedingungen eine Erhöhung vom 1.
Juli 2008 um 4,6 Prozent und vom 1. Juli 2009 um weitere 2,1 Prozent
bei einer Laufzeit von 21 Monaten sowie eine Einmalzahlung geboten.

ddp/erd/pon





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