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Für Schweizer dürfen Geschäftsreisen gerne auch etwas länger dauern

Sind Geschäftsreisen eine Motivation für Mitarbeiter, oder gelten sie nur als lästige Pflicht? Welche Faktoren machen die Reisen zu einem positiven Erlebnis und welche sorgen für Frustration bei den Reisenden? Antworten auf diese Fragen gibt die aktuelle Travel Management Studie von AirPlus International, die auf einer Umfrage unter 941 Travel Managern aus 24 Ländern beruht.

Erfreulicherweise sind nur drei Prozent der Schweizer Umfrageteilnehmer der Meinung, dass Geschäftsreisen bei den Mitarbeitern generell für Frust sorgen. Global sind es deren fünf Prozent. In der Schweiz sind 36 Prozent der Travel Manager überzeugt, dass Geschäftsreisen motivieren (41% global); 44 Prozent sind hingegen der Meinung, dass die Stimmung aufgrund verschiedener Faktoren auf die eine, oder die andere Seite kippen kann.

Planung ist alles
Welche Faktoren sorgen aber für ein gelungenes Reiseerlebnis? Bei Mitarbeitern aus der Schweiz scheint der wichtigste Faktor klar zu sein: Ist die Geschäftsreise gut geplant, sind 91 Prozent der Reisenden motiviert (87% global) – egal wie komfortabel die Reise ist und wie lange sie dauert. Im globalen Vergleich lässt sich feststellen, dass Schweizer offenbar verständnisvoller auf Verspätungen und unvorhergesehene Planänderungen reagieren.
Eine wichtigere Rolle als bei ihren ausländischen Kollegen scheint bei den Schweizern hingegen das Kennenlernen von neuen Städten einzunehmen (74 gegenüber 70%). 60 Prozent (51% global) geben sogar an, dass die Reise auch mal über das Wochenende verlängert werden sollte, damit der Mitarbeitende die Destination auf eigene Faust erkunden kann. Den Schweizern scheint also generell wichtiger zu sein, was sie vor Ort erwartet, als wie sie dorthin gelangen. Die Berücksichtigung dieser Erkenntnis kann durchaus positive Auswirkungen auf die Reisekosten haben. Dies, weil Langstreckenflüge oft günstiger werden, wenn ein Samstag zwischen Hin- und Rückflug liegt.

Zudem dürfte es gerade auf jüngere und ungebundene Mitarbeiter motivierend wirken, wenn Sie vom Arbeitgeber die Gelegenheit erhalten, ihre Geschäftsreisen mit Freizeitaktivitäten zu kombinieren.

Geschäftsreisen als Statussymbol und Belohnung
Im weltweiten Vergleich fällt auf, dass in aufstrebenden Märkten wie Indien, Mexiko und Brasilien Geschäftsreisen eine sehr motivierende Wirkung auf die Mitarbeiter haben. In Russland betrachten zwei Drittel der Befragten Geschäftsreisen gar als Statussymbol.

Etwas anders sieht das Bild jedoch in China aus: Hier glauben 21 Prozent der Travel Manager, dass die Mitarbeiter überhaupt nicht gut auf Geschäftsreisen zu sprechen sind. Zusammenhängen könnte dies damit, dass auf chinesischen Flughäfen aufgrund von Verspätungen oft sehr viel Geduld gefragt ist.

Weder in Westeuropa, noch in Nordamerika oder Australien werden Geschäftsreisen als grosses Privileg oder als Statussymbol angesehen. Obwohl die meisten Mitarbeiter gegenüber gut organisierten Geschäftsreisen positiv eingestellt sind, sollten Unternehmen sicherstellen, dass die Reisen auch tatsächlich notwendig sind und einen Zweck erfüllen. Auch wenn es die meisten Mitarbeiter schätzen, ihre internationalen Geschäftspartner persönlich kennenzulernen, bergen schlecht organisierte, stressige und unnötige Geschäftsreisen ein grosses Frustpotential.

Zur Studie:
Für diese Studie befragte das internationale Marktforschungsunternehmen 2hm im Auftrag von AirPlus International im Herbst 2014 weltweit insgesamt 941 Reiseverantwortliche in 24 Ländern.





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