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Für Gäste aus dem Ausland hat die Sicherheit Priorität

Die Zahl ausländischer Besucher, die in Deutschland übernachten, wächst. Das gilt besonders für sehr reiche Menschen, die Deutschland zum einen aus geschäftlichen Gründen besuchen, zum Beispiel im Rahmen großer Messen, zum anderen auch um sich hier medizinisch durchchecken oder behandeln zu lassen. „Diesen Trend beobachten wir schon seit einiger Zeit“, berichtet Ulrich Jander vom Fachverband für Qualität in Hotels, Krankenhäusern und Altenheimen (FQH). „Dabei stellen wir fest, dass die ausländischen Gäste ein sehr großes Sicherheitsbedürfnis haben“, verrät der Experte. Bei den Anfragen, die der Sicherheitsexperte zunehmend aus dem Ausland erhält, geht es um Service, Qualität und Sicherheit von Hotels.

„Insbesondere, dass ihre Anonymität gewahrt wird, ist den ausländischen VIP-Gästen wichtig“, weiß Ulrich Jander. So sollte auf keinen Fall auf den Servicewagen der Zimmermädchen eine frei einsehbare Gästeliste liegen. Auch der Diebstahlschutz ist ein aktuelles Thema, weil es nicht selten vorkommt, dass die ausländischen Besucher hohe Bargeldbeträge dabei haben. Schlechte Erfahrungen machte vor einigen Jahren ein Gast aus Saudi Arabien, dem ein sechsstelliger Geldbetrag aus seinem Zimmer in einem Luxushotel gestohlen wurde. „So ein Vorfall ist eine Horrorvorstellung für jedes Hotel“, weiß Ulrich Jander. Denn die VIP-Gäste bleiben nach solchen Vorfällen für immer weg.

In der Regel reisen die reichen Besucher aus dem Ausland auch nicht alleine, sondern bringen neben ihrer Familie häufig eigenes Personal mit. So berichtet Jander von Fällen, in denen der Leibkoch des Gastes in der Hotelküche das Essen für seinen Chef zubereitet hat. Auch solche Punkte werden von den ausländischen Besuchern bereits vor dem Hotelaufenthalt geklärt und bei Ulrich Jander abgefragt. Dabei kommen die Anfragen zunehmend nicht mehr von den Gästen selbst, sondern von den deutschen Botschaften im Ausland. „Da immer mehr Gäste in den Botschaften nach Empfehlungen für sichere Hotels in Deutschland fragen, hat der FQH damit begonnen, mit den Botschaften zusammen zu arbeiten und Hotelempfehlungen weiterzugeben“, informiert Jander. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass die Hotels sich intensiv mit dem Thema Risiko-Management beschäftigen. Dazu gehört neben der Sicherheit auch der Brandschutz, die Hygiene sowie das Thema möglicher Terroranschläge.

„Das beste Qualitätssiegel, das ein Hotel haben kann, ist die Zertifizierung“, meint Jander. Dieses Gütesiegel habe im Ausland einen sehr hohen Stellenwert. Die obligatorischen Fragebögen mit Sicherheitsfragen, die viele Hotel bei Anfragen verteilen, zählten dagegen wenig. Zumal der FQH bei Stichproben festgestellt hat, dass diese Fragebögen häufig sowieso nicht wahrheitsgemäß ausgefüllt würden.

Mehr Informationen zum Thema gibt es unter der Telefonnummer 06142-31581 oder im Internet unter www.Bundesfachverband.org.





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