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FMO sieht easyjet-Engagement in Dortmund gelassen entgegen

Dem heute angekündigten Einstieg der britischen Billigfluggesellschaft easyjet am Flughafen Dortmund sieht der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) gelassen entgegen. FMO-Flughafengeschäftsführer Gerd Stöwer sagte dazu: „In enger Absprache mit der zweitgrößten deutschen Airline Air Berlin werden wir den jetzt noch stärkeren Wettbewerb gerne aufnehmen. Zur Zeit laufen bereits konkrete Gespräche hinsichtlich der Aufnahme weiterer Ziele vom Flughafen Münster/Osnabrück.“ Es sei damit sogar zu erwarten, dass die Entscheidung in Dortmund unmittelbar positive Auswirkungen auf die weitere Entwicklung am Flughafen Münster/Osnabrück haben werde.
Ein Engagement von easyjet am Flughafen Münster/Osnabrück war aus mehreren Faktoren ausgeschlossen. Gespräche, die der Flughafen Münster/Osnabrück mit easyjet geführt hatte, haben ergeben, dass sich easyjet ausschließlich auf Flughäfen in großen Ballungsräumen engagiert und damit Airports in der Fläche wie Münster/Osnabrück für easyjet nicht in Frage kamen. Darüber hinaus wäre ein Einstieg des britischen Carriers am FMO ein starker Affront gegen die Air Berlin gewesen. Air Berlin, die stärkste Fluggesellschaft am Flughafen Münster/Osnabrück, bietet bereits jetzt vom FMO mit steigender Tendenz 35 europäische Ziele äußerst kostengünstig an. Im letzten Jahr beförderte Air Berlin alleine am FMO rund 700.000 Passagiere, was einem Marktanteil von 45 Prozent entspricht. Unter den angebotenen Zielen befinden sich zum Beispiel auch preisgünstige Full-Service-Flüge nach Rom oder London mit Preisen ab 29 Euro pro Strecke. Weitere tägliche Shuttle-Flüge vom Flughafen Münster/Osnabrück gibt es u.a. nach Madrid, Barcelona, Palma de Mallorca oder Valencia. Der FMO ist daher bereits jetzt durch das Engagement der Air Berlin im europäischen Städteverkehr gut aufgestellt. Dies gilt es jetzt im Wettbewerb zum Standort Dortmund schnell auszubauen. Ohnehin wird ein Großteil der heute in Dortmund bekanntgegebenen Ziele bereits jetzt von Air Berlin ab Münster/Osnabrück kostengünstig angeflogen.
Die Entscheidung des Dortmunder Flughafens ist für den Flughafen Münster/Osnabrück nicht überraschend. Weitreichende Streckenstreichungen etablierter Fluggesellschaften, der Rückzug des ehemaligen Homecarriers Eurowings und nicht zuletzt sogar der Verlust sämtlicher Lufthansa-Verbindungen ins größte deutsche Drehkreuz Frankfurt haben am Dortmunder Airport große Kapazitäten freigesetzt.





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