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Flugzeugunglück in Madrid

Eine Maschine der spanischen Gesellschaft Spanair ist beim Start am Flughafen von Madrid verunglückt.
Der Flughafen ist zur Zeit gesperrt.
Es sind Todesopfer zu beklagen.
Das Flugzeug sollte von der spanischen Hauptstadt aus nach Gran Canaria fliegen.

An Bord befanden sich rund 170 Menschen.
Nicht auszuschließen ist, das auch deutsche Passagiere auf den Flug gebucht waren.

Die Flugnummer lautet: LH 2554

Spanair Hotline für Angehörige: 0034 / 800 400 200

Update: 19Uhr

Mitteilung der Lufthansa:

Nach wie vor sind die Passagierlisten für den heutigen Spanair Flug JK 5022 von den spanischen Behörden nicht freigegeben. Aus diesem Grund kann Lufthansa bislang nur unter dem Vorbehalt einer später folgenden Bestätigung durch spanische Behören mitteilen, dass insgesamt sieben Passagiere mit Lufthansa Ticket für die verunglückte Maschine eingecheckt haben. Von den eingecheckten Gästen kommen vier aus Deutschland. Ob sie sich auch tatsächlich an Bord befunden haben, steht noch nicht fest. Bei dem von Spanair durchgeführten Flug JK 5022 handelte es sich auch um einen Code-Share-Flug mit der Flugnummer LH 2554. Über den Gesundheitszustand der mit Lufthansa-Flugschein eingechecken Gäste kann Lufthansa zur Zeit keine Angaben machen.

Lufthansa hat ein Team psychologisch geschulter Fachleute nach Madrid entsendet, um Spanair bei der Betreuung der betroffenen Gäste und deren Angehörigen zu unterstützen.

Update 20Uhr

Madrider Unglücksmaschine war im Auftrag der Lufthansa unterwegs

Die am Mittwoch am Madrider Flughafen
verunglückte Spanair-Maschine war auch im Auftrag der deutschen
Lufthansa unterwegs. Es habe sich um einen Kooperationsflug
gehandelt, sagte eine Sprecherin der Deutschland-Zentrale von Spanair
in Darmstadt-Dieburg auf ddp-Anfrage. Der Flug hatte die Flugnummer
LH 2554.

Zunächst gab es keine Informationen darüber, ob deutsche
Passagiere an Bord der Maschine waren. Die Deutsche Botschaft prüft
dies nun nach Auskunft des Auswärtigen Amtes. Die Botschaft stehe in
Kontakt mit der Luftfahrtgesellschaft, sagte ein Sprecher auf
ddp-Anfrage.

Die Fluggesellschaft Spanair hat nach eigenen Angaben unter der
Telefonnummer 0034 800 400 200 eine Hotline für Angehörige
eingerichtet.

Am Mittwochnachmittag war ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft
Spanair kurz nach dem Start auf dem Madrider Flughafen „Barajas“ über
die Startbahn hinausgeschossen und in Flammen aufgegangen. Während
das staatliche spanische Fernsehen TVE von mindestens 50 Toten
sprach, schrieb die spanische Tageszeitung „El Mundo“ auf ihrer
Internetseite von „möglicherweise über 100 Toten“.

An Bord der zweistrahligen Maschine auf dem Weg von der spanischen
Hauptstadt nach Las Palmas auf der Kanareninsel Gran Canaria sollen
nach Angaben spanischer Medien 164 Passagiere gewesen sein.

ddp/sae/nad

Update: 21Uhr

Bei dem katastrophalen Flugzeugunglück in
Madrid mit über 150 Toten waren offenbar auch vier Deutsche an Bord.
Das Unglücksflugzeug der Spanair sollte am Mittwoch in Kooperation
mit der Lufthansa von der spanischen Hauptstadt zur Kanareninsel Gran
Canaria fliegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach Spaniens
Ministerpräsident José Luis Zapatero am Abend ihr Beileid aus.

Ein Sprecher der Lufthansa sagte, dass sieben Passagiere sich für
den Flug mit einem Lufthansa-Ticket eingecheckt hätten, vier davon
seien Deutsche gewesen. Unklar sei noch, ob sich die Fluggäste
tatsächlich an Bord des Gemeinschaftsfluges mit den Flugnummern JK
5022 und LH 2554 befanden. Die spanischen Behörden hätten die
Passagierlisten noch nicht freigegeben. Lufthansa habe nun ein Team
psychologisch geschulter Fachkräfte in die spanische Hauptstadt
geschickt, um Spanair bei der Betreuung von Überlebenden und
Angehörigen zu helfen.



Beim Start vom Madrider Flughafen Baranja raste die zweistrahlige
Maschine vom Typ McDonnell Douglas am Mittwochmittag gegen 14.23 Uhr
über die Startbahn hinaus und ging in Flammen auf. Der spanischen
Tageszeitung „El Mundo“ zufolge wollen Augenzeugen gesehen haben, wie
das linke Triebwerk brannte. Das Flugzeug sei dann in zwei Teile
zerborsten. Ein Arzt erzählte dem Blatt: „Das Flugzeug war voller
verbrannter Leichen.“

Nach spanischen Angaben starben an die 150 der 173 Passagiere. Die
Übrigen wurden verletzt und befinden sich zum Teil im „kritischen
Zustand“. Gegen 17.00 Uhr war es der Feuerwehr gelungen, die Flammen
zu löschen. Der Flugverkehr auf dem Madrider Flughafen Barajas wurde
zeitweilig unterbrochen.

Kanzlerin Merkel betonte nach Angaben des stellvertretenden
Regierungssprechers Thomas Steg, sie sei schockiert über das Ausmaß
der Tragödie und nehme Anteil am Leid der Familien, die Angehörige
bei dem Unglück verloren.

Die Ursache des Unglücks ist noch nicht geklärt. Die Blackbox
wurde bereits geborgen. Mit Ergebnissen wird in einigen Tagen
gerechnet. Es steht allerdings fest, dass die 15 Jahre alte Maschine
eine Stunde Verspätung hatte. Laut Medienberichten soll ein erster
Startversuch wegen technischer Probleme abgebrochen worden sein.
Spanair war am Mittwochabend nicht für eine Stellungnahme zu
erreichen. Die Fluggesellschaft richtete indes unter der
Telefonnummer 0034 800 400 200 eine Hotline für Angehörige ein.

Die Airline Spanair, deren Heimatflughafen Madrid-Barajas ist,
gehört zu 94,9 % der skandinavischen SAS Group. Seit 2003 ist sie
Mitglied der Star Alliance, zu der auch die Lufthansa gehört. Im Juli
kündigte die Linie ein radikales Sparprogramm an. Wegen der
wachsenden Konkurrenz, vor allem aber wegen der explodierenden
Treibstoffpreise, werde Spanair 1.100 von 3.800 Stellen abbauen und
neun Strecken aus dem Flugplan streichen.

(Weitere Quellen: Lufthansa-Sprecher auf ddp-Anfrage)

ddp/sae/nik





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