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Flugpreise und Hotelkosten stabilisieren sich langsam

Während die Flug- und Hotelpreise 2008 auf Talfahrt gingen, zeichnete sich im ersten Halbjahr 2009 langsam eine Stabilisierung ab. Die meisten europäischen Fluggesellschaften konnten ihre Tarife im Vergleich zum Vorquartal halten – außer im Firmenkunden-Bereich: Hier sanken die Preise im unteren Preissegment weiter deutlich. In der europäischen Hotelbranche scheint der Sturzflug der Übernachtungspreise gestoppt. In der Hälfte der analysierten Metropolen stiegen die Preise im zweiten Quartal 2009 wieder. Dies ergab der aktuelle Business Travel Monitor des weltweiten Geschäftsreise- und Firmenkreditkartenanbieters American Express.

Rezession, Sparzwang der Unternehmen und Schweinegrippe setzen der Reisebranche in diesem Jahr zu. Dennoch: Die Ergebnisse des Business Travel Monitors deuten darauf hin, dass die Branche das Schlimmste überstanden haben könnte. Die Preise für Flüge stabilisierten sich im ersten Halbjahr 2009 in den meisten europäischen Märkten. Firmenkunden profitierten bei Flugbuchungen in den unteren Preiskategorien hingegen weiterhin von deutlichen Preisnachlässen: In der Economy Klasse zahlten sie im zweiten Quartal 2009 im Schnitt 15,4 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2008, in der Business Klasse 12,7 Prozent weniger.

„Das Reiseaufkommen stabilisiert sich langsam – und mit ihm auch die Preise für Flugtickets“, so Björn Hoffmeyer, Vice President Global Client Group Commercial Card bei American Express. „Wir beobachten aber ein verändertes Reiseverhalten der Geschäftsreisenden. Statt wegen des erhöhten Sparzwangs der Unternehmen auf wichtige Dienstreisen zu verzichten, sind viele von der Business in die Economy Klasse umgestiegen. Es bleibt abzuwarten, ob sie nach der Krise wieder in die Premiumklassen zurückkehren.“

Deutscher Flugmarkt: Starke Preisnachlässe für Firmenkunden

Ähnlich wie der europäische Flugmarkt entwickelte sich auch der deutsche. Während hierzulande die Preise für Privatreisende weitgehend konstant blieben, profitierten Firmenkunden von massiven Preissenkungen: in der Economy (Full) Klasse zahlten sie 38,2 Prozent weniger als im ersten Quartal 2009, in der Business Klasse 10,6 Prozent weniger. Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds sind in der deutschen Flugbranche weitere Konsolidierungen zu beobachten. Air Berlin und TUIfly planen eine Kooperation bei Städteverbindungen. Die größte deutsche Fluggesellschaft, Lufthansa, will ihre Kosten bis 2011 um jährlich eine Milliarde Euro senken und rund 400 administrative Stellen im Passagierverkehr abbauen.

Europäische Übernachtungspreise nicht mehr im Sturzflug

Der Hotelmarkt in Europa erholt sich langsam. Während im ersten Quartal 2009 die Übernachtungspreise europaweit noch durchschnittlich um 9 Prozent sanken, und im vierten Quartal 2008 sogar um 18,8 Prozent, waren es im zweiten Quartal 2009 nur noch 0,1 Prozent (jeweils im Jahresvergleich). In 24 von 48 Städten, deren Hotelpreise von American Express analysiert wurden, stiegen die Preise für Übernachtungen im Jahresvergleich an. Die größten Preissteigerungen pro Übernachtung verzeichneten Hotels in Abu Dhabi (+27,6 Prozent), Bergen (+17,2 Prozent), Moskau und Istanbul (je +15,3 Prozent). Die größten Preissenkungen mussten Hotels in Barcelona (-37,2 Prozent) und Madrid (-23,2 Prozent) hinnehmen.

In der deutschen Hotellerie sanken die Übernachtungspreise im zweiten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls nicht mehr in dem Ausmaß wie in den vorigen Quartalen. Frankfurt verbuchte sogar ein Plus von durchschnittlich 11,6 Prozent pro Übernachtung, und Hannover um 1,8 Prozent höhere Preise. In Köln, Düsseldorf (je -14,7 Prozent) und Stuttgart (-7,7 Prozent) sanken die durchschnittlichen Übernachtungspreise am stärksten. In München (-5,5 Prozent), Berlin (-3,8 Prozent), Mainz (-2,4 Prozent) und Hamburg (-1,6 Prozent) waren im Vergleich zum vorherigen Quartal moderatere Preissenkungen zu beobachten.

„Im Zuge der Krise haben Hotels einzelne Etagen und unprofitable Hotels geschlossen sowie die Eröffnung und den Bau neuer Häuser verschoben. Diese Maßnahmen zeigen nun langsam Wirkung“, so Hoffmeyer. „Wir erwarten, dass die Preise für Übernachtungen auch im dritten Quartal weniger sinken werden. Mit ersten deutlichen Preiserhöhungen rechnen wir im vierten Quartal.“

Über die Studie

Der „American Express Business Travel Monitor“ liefert wertvolle Angaben über die aktuellen Trends auf den Geschäftsreisemärkten in Europa, dem Nahen Osten sowie Afrika. Basis bildet dabei das umfangreiche Datenmaterial des Reise- und Kreditkartenkonzerns. Die Studie stützt sich auf Informationen, die sowohl bei Firmenkreditkartenzahlungen als auch bei Geschäftsreisebuchungen erhoben werden. Flugticketpreise und Hotel-Übernachtungskosten werden für die folgenden Ländern erhoben: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Israel, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien, Türkei, Ungarn, Vereinigte Arabische Emirate.

Der Business Travel Monitor erscheint vierteljährlich. Ein Jahresabonnement, das insgesamt vier Reports umfasst, kostet 1.500 Euro. Interessierte können die Studie unter BTME@aexp.com bestellen.

www.americanexpress.com





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