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Fluglinien fürchten vor allem um Businesskunden

Nach den Bombenanschlägen auf den Nahverkehr in der europäischen Drehscheibe London müssen die Airlines in den kommenden Wochen mit Rückgängen im Fluggeschäft rechnen. Die Fluglinien fürchten vor allem um die gut betuchten Businesskunden, berichtet die New York Times (NYT) heute, Freitag. Die Geschäftsleute haben offenbar größere Bedenken als normale Reisende. Allein die US-amerikanischen Airlines wie American oder Continental werden einen Rückgang der Buchungen nach London von drei bis fünf Prozent hinnehmen müssen, schätzt etwa Michael Boyd, President des Flugunternehmensberaters Boyd Group http://www.boydgroup.com.

Die Routen nach Europa gelten als die profitabelsten Flüge für die Airlines. Zudem wird erwartet, dass die Anschläge in London größere Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr haben werden als die Anschläge auf die Madrider Vorortbahnen im Vorjahr, schreibt die NYT. Der Londoner Flughafen wickelt weit mehr Flugverkehr ab als der in Madrid. Allerdings rechnen Experten nicht mit langfristigen Schäden für die sich gerade wieder im Aufschwung befindliche Flugindustrie.



Sowohl Fluglinien als auch Reisebüros zeigen sich derweil angesichts der heiklen Situation bei Umbuchungen oder Stornos kulant. So ermöglicht etwa die Austrian Airlines (AUA) http://www.aua.com ihren Kunden bis einschließlich Montag kostenlose Umbuchungen von London-Flügen auf andere Reiseziele oder einen anderen Zeitpunkt. Bei der Buchungslage habe es aber bisher keine großen Auswirkungen gegeben, versicherte AUA-Sprecherin Livia Dandrea gegenüber pressetext. Auch für die nahe Zukunft rechnet man bei der AUA nicht mit größeren Auswirkungen auf das Fluggeschäft. „So traurig es klingt: Es scheint als hätten sich die Menschen an derlei Ereignisse bereits gewöhnt“, so Dandrea.





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