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Flotte wird im Winter reduziert

Um einen Teil der stark gestiegenen Kerosinkosten auffangen zu können, hat die Air Berlin PLC ein Kostensenkungspaket geschnürt, das mit Beginn des Winterflugplanes umgesetzt werden soll. Es beinhaltet sowohl Kapazitätsreduzierungen als auch organisatorische Maßnahmen. Anstatt der ursprünglich geplanten 134 sollen nur noch 120 Flugzeuge zum Jahresende eingesetzt werden. Da man höhere Auslastungen erzielen wolle, bedeute das jedoch nicht unbedingt eine Reduzierung der angestrebten Passagierzahl, erklärte am Mittwoch der Vorstandsvorsitzende Joachim Hunold in Berlin.

Mit Beginn des Winterflugplanes will Air Berlin 14 Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge ausmustern – vor allem ältere Modelle, die umgerechnet auf den Sitzplatz einen besonders hohen Treibstoffverbrauch haben. Auf den Langstrecken werden vier Großraum-Jets vom Typ Airbus A330 weniger als bisher eingesetzt. Drei A330-300 davon sollen – vornehmlich vom Drehkreuz Nürnberg aus – auf Mittelstrecken eingesetzt werden; der vierte für planmäßige Wartungsintervalle zur Verfügung stehen und Gäste zu Kreuzfahrt-Schiffen rund um den Globus bringen.

Die am 1. Mai aufgenommenen Verbindungen nach Peking und Shanghai werden im Winter 2008/2009 ausgesetzt. Hauptgrund dafür seien die noch immer ungeklärten Überflugrechte für Russland. „Wenn wir über die längere Südroute fliegen müssten, würde sich das beim derzeitigen Kerosinpreis nicht mehr rechnen“, sagte dazu Air Berlin-CEO Joachim Hunold. Er verwies auch darauf, dass die von China im Vorfeld der Olympischen Spiele verschärften Visa-Bestimmungen nicht gerade die Reiselust ins Reich der Mitte förderten. Über eine Wiederaufnahme der Verbindungen zum Sommer 2009 soll bei einer neuen Sachlage entschieden werden.

Im Winter ausgesetzt werden soll auch die Verbindung von Düsseldorf nach New York. Frequenzreduzierungen wird es im Winter auf den Strecken nach Kapstadt, Windhoek und Bangkok geben. Eingestellt werden die Flüge nach Mauritius und Sri Lanka.

Auf der anderen Seite werden jedoch Frequenzen zu Zielen erhöht, die sich besonders starker Nachfrage erfreuen. Dazu gehören Florida (Miami und Fort Myers), Cancun (Mexico), Male (Malediven) und Montego Bay (Jamaika). Neu im Programm sind auch Flüge zu den Azoren. Der komplette Winterflugplan von Air Berlin ist ab Montag buchbar. Insgesamt erfolgt eine Kapazitätsreduzierung um zehn Prozent; auf der Langstrecke allerdings um 30 Prozent. Eher gestärkt werden sollen nach Aussage von Joachim Hunold Strecken, die für Geschäftsreisende interessant sind.

www.airberlin.de

Der Duesseldorf-Blog.de schreibt dazu:

Air Berlin steuert gegen, reduziert im Winterflugplan Langstreckenflüge ab Düsseldorf

Der Kerosinpreis schießt nach oben – Air Berlin, Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft, geführt von dem Düsseldorfer Achim Hunold, muss auf die Kostenbremse treten. Die im Mai aufgenommenen Verbindungen nach China – Shanghai und Beijing – werden im Winter ausgesetzt, ebenso die täglichen New York-Flüge. Frequenzen nach Kapstadt, Windhoek und Bangkok werden reduziert. Ganz eingestellt werden Flüge nach Mauritius und Sri Lanka.

Der Hauptgrund: Bei diesen Strecken ist die notwendige Auslastung nicht zu erwarten. Die ist jedoch, in Anbetracht der hohen Kerosinpreise, für die Rentabilität erforderlich. Die chinesischen Destinationen leiden unter Themen wie Tibet und Menschenrechtsverletzungen sowie unter für Touristen untypischen Visa-Vorschriften. Die Lufthansa bedient gleichfalls täglich New York. Wenn man bedenkt, dass es nach 9/11 zunächst keine Nonstop-Flüge ab Düsseldorf nach New York gab, gehen 14 Flüge pro Woche von LH und Air Berlin auch deutlich an der Nachfrage vorbei. Für den Süden Afrikas gilt, dass er durch Fremdenhatz-Bilder belastet ist. Das Ziel Mauritius wird mangels Nachfrage komplett eingestellt, ebenso Sri Lanka, einst ein Hochfrequenz-Ziel der von Air Berlin übernommenen LTU. Der Grund für die Einstellung der Flüge nach Colombo liegt auf der Hand: die anhaltenden Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den Tamil Tigers.

Andererseits werden Frequenzen zu Zielen erhöht, die sich besonders starker Nachfrage erfreuen. Dazu gehören Florida (Miami und Fort Myers), Cancun (Mexico), Male (Malediven) und Montego Bay (Jamaika). Neu im Programm sind auch Flüge zu den Azoren. Der komplette Winterflugplan von Air Berlin ist ab Montag buchbar. Insgesamt erfolgt eine Kapazitätsreduzierung um zehn Prozent; auf der Langstrecke allerdings um 30 Prozent. Eher gestärkt werden sollen nach Aussage von Achim Hunolds Strecken, die für Geschäftsreisende interessant sind.

Ryan Air’s großkotziger Geschäftsführer Michael O`Leary hat gegenüber der Rheinischen Post heute geunkt, er gebe Air Berlin noch vier bis fünf Jahre. Sie habe das falsche Gechäftsmodell. Dem gegenüber stehen die letzten Erfolgszahlen: Kumuliert steigerte Air Berlin ihre Fluggastzahl in den ersten fünf Monaten des Jahres um 8,3 Prozent auf 10.790.381 Passagiere (2007: 9.960.628). Die Auslastung verbesserte sich von Januar bis Mai 2008 um 3,8 Prozentpunkte auf 76,2 Prozent (2007: 72,4 Prozent).





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