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Europas Fünf-Sterne-Hotels deutlich preiswerter

Luxus hat bekanntlich seinen Preis. Übernachten im Luxushotel dagegen wird immer erschwinglicher, denn auch Hoteliers von Fünf-Sterne-Häusern in Europa reagierten auf die schwierige wirtschaftliche Lage und senkten die durchschnittlichen Zimmerpreise im vergangenen Jahr um bis zu 33 Prozent deutlich. Das hat die aktuelle Analyse Hotel Price Index (HPI®) 2009 von Hotels.com ermittelt, die auf den von Hotelgästen tatsächlich gezahlten Preisen 2009 in 94.000 Hotels und 16.000 Destinationen basiert.

Luxus-Zimmer-Sale in Skandinavien

Vom deutlichen Preisrückgang in der Luxusklasse profitierten beispielsweise Hotelgäste in Oslo. Die Hoteliers der norwegischen Hauptstadt sahen sich aufgrund sinkender Besucherzahlen gezwungen, die durchschnittlichen Zimmerpreise um satte 33 Prozent auf 141,00 Euro pro Nacht zu senken. Damit lag das Fünf-Sterne-Preisniveau in Oslo 2009 sogar noch unter dem durchschnittlichen First Class-Preis des Vorjahres. In Kopenhagen musste die Luxus-Hotellerie einen Preisrückgang von 21 Prozent (168,00 Euro pro Zimmer und Nacht) akzeptieren. Vergleichbar ist Stockholm, wo das Preisniveau der höchsten Sterne-Kategorie um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf durchschnittliche Übernachtungskosten von 134,00 Euro pro Zimmer sank.

Bezahlbarer Luxus auch in Südeuropa

Geschäftsreisende, die auch auf Reisen einen gewissen Standard leben, aber dennoch keine überteuerten Preise zahlen möchten, finden auf der iberischen Halbinsel gute Konditionen. In Barcelona gingen die durchschnittlichen Hotelpreise in der Luxusklasse im vergangenen Jahr um 31 Prozent zurück (153,00 Euro), in Madrid wurden Luxuszimmer für 21 Prozent günstiger angeboten (144,00 Euro). Entsprechend der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Entwicklungen Portugals wurden auch die Kosten für Übernachtungen in Lissabonner Fünf-Sterne-Hotels reduziert, um 29 Prozent auf 115,00 Euro im Durchschnitt. In Italien drehte die gehobene Hotellerie Pisas am deutlichsten an der Preisschraube und senkte die Preise um 18 Prozent (156,00 Euro). Trotz eines ähnlich eindeutigen Preisrückgangs um 14 Prozent bleiben Luxushotels im französischen Nizza weiterhin eher einer gut situierten Klientel vorbehalten, denn pro Übernachtung werden hier durchschnittlich 300,00 Euro fällig.

Schnäppchenoase Osteuropa

Anders sieht es in Osteuropa aus, denn unabhängig des ohnehin schon geringen Preisniveaus im Fünf-Sterne-Segment gingen die Preise in dieser Region weiter zurück. Allen voran in Warschau, der europäischen Hauptstadt mit den günstigsten Zimmerpreisen in Luxushotels. Durch das Ausbleiben vieler Geschäftsreisender sah sich die Hotellerie dort gezwungen, die Preise um weitere 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 78,00 Euro zu senken. In Tallin (117,00 Euro) und Prag (123,00 Euro) sahen Hoteliers die Lage nicht ganz so prekär und reagierten mit einer Preisreduktion von 16 beziehungsweise 14 Prozent auf den Trend, dicht gefolgt von Budapest, mit um zwölf Prozent günstigeren Hotelpreisen auf 121,00 Euro pro Zimmer und Nacht.

Reisende in Großbritannien are amused


Dem schwachen Pfund sei Dank, so günstig wie zurzeit war ein Trip auf die britischen Inseln nur selten. Mit Preissenkungen von 22 Prozent in Edinburgh (148,00 Euro) sowie 16 Prozent in London (219,00 Euro) lag das Fünf-Sterne-Preisniveau 2009 deutlich unter dem des Vorjahres.

Wiener Schmäh und Berliner Schnauze

Im deutschsprachigen Raum sind die Preise für luxuriöse Hotelbetten am deutlichsten in Wien und Berlin gesunken. Mit einem Preisrückgang von je 17 Prozent und Übernachtungskosten von 151,00 beziehungsweise 136,00 Euro fanden Reisende hier die besten Schnäppchen. Auch die Hotelbranche in Frankfurt (180,00 Euro) und München (163,00 Euro) folgte dem Trend und senkte die Preise um je 16 Prozent. Kaum gingen dagegen die Hotelpreise in der Luxuskategorie in Genf zurück. Mit einem Minus von einem Prozent und durchschnittlichen Übernachtungskosten von 317,00 Euro pro Zimmer war die Stadt am Jet d’Eau auch in dieser Hotelkategorie eine der teuersten Städte der Welt.

Hotels.com





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