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Eurokurs – die Luft wird dünner

„Wir betrachten den Durchbruch der Marke von 1,60 Euro gegenüber dem US-Dollar als ein Antesten. Dabei sehen wir die konkrete Marke von 1,60 Euro weniger als ein Problem, als die Geschwindigkeit. Alleine in den letzten sieben Monaten ist der Wert des Euro gegenüber dem US-Dollar um 15 Prozent gestiegen. Der rasche Anstieg führt dazu, dass die Luft für die deutschen Exporteure dünner wird.“ Dies erklärt An-ton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außen-handels, heute in Berlin anlässlich der neuen Euro-Höchstmarke.

„Es ist bemerkenswert, wie robust die deutsche Wirtschaft aufgestellt ist. So sind die Auftragsbücher bis ins 2. Halbjahr gut gefüllt. Vor allem die Qualitäts- und Effizienz-merkmale, aber auch die Produktpalette, sind ausschlaggebend dafür, dass die Ex-portentwicklung nicht so preissensibel ist wie im Allgemeinen angenommen wird. Darüber hinaus haben auch die Rohstoffpreise neue Höchststände erreicht. Da die Rohstoffe überwiegend in US-Dollar gehandelt werden, führt die aktuelle Wechsel-kursentwicklung sogar zu einer Entlastung auf der Importseite. Auch gilt es die Tatsache zu beachten, dass knapp zwei Drittel unserer Exporte in den EU-Binnenmarkt gehen und insgesamt über 80 Prozent der Exporte in Euro fakturiert werden“, so Börner weiter.

„Das Durchbrechen der Marke von 1,60 Euro im Verhältnis zum US-Dollar wird die Finanzierungsmöglichkeiten der deutschen Exporte weiter erschweren. Es wird für die Exporteure schwieriger werden, sich gegen derartige Kursänderungen verläss-lich abzusichern. Ich rechne jedoch nicht damit, dass der Euro-Dollar-Wechselkurs auf diesem hohen Niveau verharren wird. Deshalb halten wir unsere Exportprogno-se von fünf Prozent für dieses Jahr weiter aufrecht. Sollte der Eurokurs jedoch mit Kraft die Marke von 1,63 Euro überschreiten, dann ist dieses Szenario hinfällig und wir müssten unsere Wachstumserwartungen für das folgende Jahr 2009 senken“, so Börner abschließend.





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