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Euro-Schuldenkriese droht sich auf den amerikanischen Geschäftsreise-Markt auszuwirken

Falls sich die europäische Schuldenkrise verschärfen sollte, befürchtet die Global Business Travel Association negative Auswirkungen auf den US amerikanischen Geschäftsreisebereich. In einem neusten Bericht wird in einem Ausblick mit einem Rückgang von bis zu 9% bei geschäftlich motivierten Reisen gerechnet, was zu einem Einbruch von 16% bei den Ausgaben zur Folge haben könnte. Diese Zahlen wären mehr als dramatisch und würden die zarten Wachstumssignale, die man meint in den USA sehen zu können, stark beeinträchtigen, wenn die Europäer die Schuldenkrise nicht in den Griff bekommen. Internationale Auslandsreisen, die eine große Rolle bei der Wiederbelebung des Geschäftsreisemarkts in den USA gespielt haben, würden bei einer weiteren Verschlechterung der Eurokrise regelrecht abgewürgt.

Die Untersuchung, die dem Bericht der Global Business Travel Association zugrunde liegt, geht von drei möglichen Szenarien aus:

1. Aktuelles Szenario: Eine Mini-Rezession in Europa, von der bereits ausgegangen wird, wäre wohl nur von kurzer Dauer und würde noch ein leichtes Wachstum bei den Ausgaben bedeuten. In diesen Fall wird von einem Volumen bei den Ausgaben im Geschäftsreisebereich von 263 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 und 277 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 ausgegangen. Die Anzahl der Reisen würde sich kaum verändern. Im Jahr 2012 sollen 443,1 Millionen Geschäftsreisen getätigt werden und für das Jahr 2013 geht man von 443,6 Millionen Reisen aus.


2. Moderates Szenario: Eine längere Rezession würde für die Jahre 2012 und 2013 eine Verringerung der Ausgaben von rund 40 Milliarden US-Doller zufolge haben, was einem Umsatzrückgang von 7% entsprechen würde. Rund 42 Millionen Reisen würden nicht angetreten werden, immerhin 5% weniger.

3. Die Branche zittert vor dem extremen Szenario: Pleiten einzelner Euro-Staaten sowie Banken-Ausfälle in der Eurozone, sowie ein mögliches Auseinanderbrechen der Europäischen Union wurde den Bereich der Geschäftsreisen in den USA regelrecht einbrechen lassen. Für die Jahre 2012 und 2013 wäre mit einem Umsatzrückgang von insgesamt 88 Milliarden US-Dollar (-16%) und einem Rückgang der Reisen um 76 Millionen (-9%) zu rechnen.

„Diese Daten sollten als Weckruf für die gesamte Branche dienen. Die Probleme in der Eurozone werden auch ganz sicher Auswirkungen auf den heimischen Markt haben“, meint Michael W. McCormick, Executive Direktor und COO, GBTA. „Wir haben ein Anziehen der Geschäftsreisen in schwierigem Umfeld gesehen, was bedeutet, dass es langsam wieder aufwärts geht. Die Probleme in Europa sind dazu geeignet, die Erholung auszubremsen und den Markt einbrechen zu lassen, was sich dann wieder auf die gesamte Wirtschaft auswirken könnte“.





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