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Do’s and dont’s im Umgang mit arabischen Geschäftspartnern

Wer in der arabischen Welt erfolgreich Geschäftsbeziehungen knüpfen möchte, trifft einerseits auf konservativen Traditionalismus und andererseits auf eine multikulturelle Arbeitswelt. Was hilft, was schadet beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen? Tipps gibt der Referent Andreas Hauser von der Haufe Akademie.

1. Beziehungsebene
Viel mehr als in westlichen Ländern wird in der arabischen Welt Wert auf den persönlichen Kontakt gesetzt. Gut beraten ist, wer sich die Zeit nimmt, eine Beziehung zum Businesspartner aufzubauen und sich auch verstärkt über private Themen austauscht. Wer sich zuerst auf den Menschen anstatt auf das Business ausrichtet und sich Zeit nimmt, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, wird die beruflichen Ziele besser erreichen – besonders wenn es einmal zu schwierigen Situationen oder Konflikten kommt.

2. Hierarchie
Das Verständnis von Macht und Einflussnahme folgt in der arabischen Welt den Regeln von Position, Seniorität und Respekt. Dabei kommt dem Status einer Person und ihrer Verankerung innerhalb der Organisation große Bedeutung zu. Entscheidungen werden in der Regel vom Chef getroffen – und um diesem auf Augenhöhe zu begegnen, sollte man sich entsprechend positionieren und zum Beispiel passende Visitenkarten bereithalten.

3. Religion
Der Islam ist die Basis der Gesellschaft in der arabischen Welt – aber in den einzelnen Ländern unterschiedlich wahrnehmbar und offensichtlich. Die meisten Tabuthemen basieren auf dem religiösen Grundverständnis. Wer sich mit den grundlegenden Regeln auseinandersetzt, kann seinen Respekt zeigen.

4. Nationalität
Nationalstolz ist ein Kennzeichen des arabischen Selbstverständnisses – trotz aller politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die einige Länder gegenwärtig erfahren. In den Golfstaaten trifft man auf eine multikulturelle Arbeitswelt, die strikten, aber informellen Regeln nationaler Hierarchien folgt. Der adäquate Umgang mit dem Thema der Nationalidentität ist eines der Erfolgsrezepte bei der Arbeit vor Ort.

5. Kommunikation
Die Kommunikation mit arabischen Geschäftspartnern kann gerade in schwierigen Situationen durch Indirektheit geprägt sein. Oft steht nicht der Inhalt, sondern die respektvolle Art der Botschaft im Vordergrund – die Wortwahl kann über Erfolg oder Misserfolg der geschäftlichen Unternehmung entscheiden.

6. Individuum
Die Persönlichkeit des Businesspartners steht in der arabischen Welt oft stärker im Vordergrund als die Firma oder die Organisation. Bei Vorträgen, bei Meetings und bei Verhandlungen kommt es stark auf die Fähigkeit des Einzelnen an, als vertrauenswürdiger Partner akzeptiert zu werden – dabei kann der Inhalt mit Zahlen und Fakten schon mal in den Hintergrund rücken.

7. Zeit
Sich Zeit zu nehmen für ein Geschäft und vor allem für die Businesspartner ist in der arabischen Welt hoch angesehen und wird auch von westlichen Managern erwartet. Dies spiegelt sich in längeren Gesprächen und Verhandlungen wieder – doch wenn der Gesamteindruck passt, kann es auch überraschend schnell zu Entscheidungen kommen.

8. Gesellschaft
Bei allen Tätigkeiten legen die Menschen der arabischen Welt ein besonderes Augenmerk auf das soziale Umfeld und das öffentliche Ansehen. Das kann vom Kontakt zwischen Männern und Frauen über die Kleidung bis hin zu gesellschaftlichen Verpflichtungen gehen – jeder sollte sich dieser exponierten Rolle in der arabischen Welt bewusst sein!

Andreas Hauser zeigt in seinem zweitägigen Seminar „Erfolgreiche Zusammenarbeit mit arabischen Businesspartnern“ wie die Begegnung und Zusammenarbeit in der arabischen Welt funktioniert.

Mehr Informationen zum Seminar: http://www.haufe-akademie.de/54.39
Zum ausführlichen Fachbeitrag geht´s hier: http://hf-aka.de/1xG0M8a
Quelle: Haufe Akademie





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