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Deutsche Lufthansa bietet für Austrian Airlines

Die Deutsche Lufthansa ist wie erwartet in
das Bieterverfahren für die Fluggesellschaft Austrian Airlines AG
(AUA) eingestiegen. Als erster der potenziellen Interessenten
bestätigte die größte deutsche Fluggesellschaft am Montagvormittag in
Frankfurt am Main, dass sie offiziell ihr Interesse bekundet und ein
unverbindliches Angebot vorgelegt habe. Das sei ein erster Schritt
eines mehrstufigen Kaufprozesses, erklärte ein Lufthansa-Sprecher.
Bis Sonntagmitternacht mussten die Verkaufsunterlagen bei der US-Bank
Merrill Lynch angefordert werden.

Lufthansa biete bei der österreichischen AUA mit, weil es eine
langjährige, gut funktionierende Partnerschaft zwischen beiden
Unternehmen gebe, sagte ein Unternehmenssprecher. Zudem handele es
sich um einen „interessanten Markt“.

Welche weiteren Kaufinteressenten es gibt, ist derzeit unklar. Die
Verstaatlichtenholding ÖIAG, die den Verkaufsprozess im Auftrag der
österreichischen Regierung leitet, wollte sich zu den Interessenten
ebenfalls nicht äußern. Die AUA leidet nach eigenen Angaben derzeit
vor allem unter dem hohen Niveau der Kerosinpreise und ist mit rund
900 Millionen Euro netto verschuldet.

Die österreichische Bundesregierung beauftragte die ÖIAG Anfang
August mit der Privatisierung des verbliebenen 42,75-prozentigen
AUA-Anteils in staatlicher Hand. Bedingung sei dabei, dass ein
österreichischer Kernaktionär 25 Prozent plus eine Aktie behält, hieß
es damals. Sollte es keine einheimischen Interessenten für die
Sperrminorität geben, würde die staatliche Holding ÖIAG ein Viertel
der Anteile behalten.

Bis zum 12. September haben die Interessenten Zeit, ein Angebot
für die AUA vorzulegen. Die ÖIAG will ihre Partnersuche noch vor dem
Jahresende abschließen. Sollte dies nicht gelingen, so wären 2009
Maßnahmen zur Redimensionierung der Fluglinie erforderlich.

ddp.djn/nas/rab





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