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Der Kampf ums Treppenplätzchen . . .

Da ist sie wieder, die unbekannte Maßeinheit VE. Der Flughafen einer Domstadt hat sie heute wieder ausgegraben. VE? Achselzucken in der Luftfahrtbranche ob dieser Abkürzung. Erfindungsreichtum vielleicht? Auch, aber nicht nur. VE heißt Verkehrseinheit und meint Passagiere und Fracht. Das Geheimnis des Fracht-Metamorphose-Phänomens: Aus einer Tonne Fracht werden zehn Passagiere (1 Passagier entspricht ebenso einer VE wie 100 kg Fracht). Wenn man nun also lange genug rechnet, dann zählt der Dom-Airport irgendwann so viele Päckchen wie andere Flughäfen Passagiere. Heute war es mal wieder so weit: „Wir sind die Nummer 1 in NRW“, so ist aus Köln zu hören. VE sei Dank, scheint damit im Vergleich auch bundesweit der dritte Platz erreicht zu sein.

Die Bundeshauptstadt mag da nicht hintan stehen. Dank eines ausgeklügelten mathematischen Systems könnte auch Berlin in Zukunft mal die Nummer drei sein. Dann nämlich, wenn aus den drei Berliner Flughäfen statistisch einer gemacht und die Passagiere addiert werden. Die Statistikforschung nennt dies wohl Additivitäts-Prinzip.



Fakt ist: Düsseldorf ist die Nummer eins in NRW und bleibt auch Deutschlands drittgrößter Airport. In den üblichen und offiziellen Statistiken der Halbjahresergebnisse liest sich dies so: 7,1 Millionen Fluggäste. Köln: 4,4. Im bundesweiten Ranking liegt Köln übrigens auf Platz sechs, noch hinter Berlin (Tegel) und Hamburg.

Aber, liebe Kölner: Man muss ja auch „gönne könne“ und so gratulieren wir zum Spitzenplatz in der hausgemachten VE-Statikstik. Haltet uns aber bitte auf dem Laufenden, wenn Berlin Einspruch gegen den Anspruch auf den dritten Platz erhebt.





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