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Das von der IMEX im Juni 2005 herausgegebene Quartals-Barometer zur Meeting-, Incentive und Eventbranche (MICE) stimmt optimistisch

Nach drei schwachen und schwierigen Jahren kehrt nun Optimismus in die Meeting- und Incentive-Branche Europas zurück. Das geht aus dem IMEX Quartals-Barometer vom Juni 2005 hervor, das regelmäßig von der Messe „IMEX – incorporating Mee­tings made in Germany – The Worldwide Exhibition for incentive travel, meetings and events” herausgegeben wird.

IMEX hatte im Mai und Juni 2005 unter 200 Veranstaltungsplanern aus zwölf europäischen Ländern eine Umfrage zur Marktentwicklung initiiert. Die von den Entscheidern benutzen Schlagworte waren: „stark“, „aufstrebend“, „euphorisch“, „vielversprechend“ und „expansiv“.

Die Budgets für Kongresse, Tagungen, Incentives und Events werden wieder realistischer, das Vertrauen der Kunden kehrt zurück und die Auswirkungen des 11. Septembers lassen nach. Das Ergebnis ist der optimistischste zwölf-Monats-Ausblick für die Meeting- und Incentive-Branche seit Beginn der Erhebungen durch die IMEX vor einem Jahr.



Nach dem Quartals-Bericht vom Juni 2005 glauben fast 76 Prozent der befragten Einkäufer und Agenturen, dass die Nachfrage im nächsten Jahr steigen wird. Über 18 Prozent gehen davon aus, dass der Anstieg „signifikant“ sein wird, genauso viele gehen von einem „langsamen Anstieg“ aus. Die Nachfrage-Zahlen heben sich deutlich von den Vergleichswerten früherer Erhebungen ab: Gegenüber den 76 Prozent im Juni 2005 waren nur 69 Prozent im Juli 2004 der Meinung, dass es einen Anstieg der Nachfrage geben wird, 63 Prozent im November 2004 und 60 Prozent im Februar 2005. In der Umfrage wurde auch nach der voraussichtlichen Entwicklung der Budgets gefragt. Kombiniert mit dem Anstieg der Nachfrage ergibt sich daraus eine voraussichtliche Wachstumszahl von 55 Prozent, ebenfalls ein neuer Spitzenwert.



Angemessene Budgets
Weit verbreitet ist die Auffassung, dass die Unternehmen in Zukunft wieder realistischere Budgets für Meetings und Incentives zur Verfügung stellen und dass viele Events in Größe, Umfang und Dauer zunehmen werden. Anfragen in letzter Minute sind nach wie vor weit verbreitet. Es verstärkt sich zunehmend die Meinung, dass unternehmensinterne Veranstaltungen keine „Kosten“ im normalen Sinne sind, sondern vielmehr ein wichtiger Bestandteil im Marketing-Prozess und Service. Eine anderer, weit verbreiteter Standpunkt, ist, dass die moderne elektronische Kommunikation den zwischenmenschlichen Kontakt im Alltag einschränkt. Viele Geschäftspartner sind inzwischen wieder sehr darauf bedacht, sich persönlich zu treffen, um Informationen auszutauschen, ihre Sachkenntnis zu erweitern und Geschäfte voranzutreiben.



Nach Aussage eines Einkäufer gehört die „Schwarzseherei“ der Vergangenheit an.



Herausforderungen
Auf der anderen Seite haben die Herausforderungen der letzten Jahre zu Veränderungen im Sektor geführt, die sich fortsetzen werden. Die Kostenseite zum Beispiel bleibt weiterhin angespannt. Es wird heute mehr Gewicht auf eine größere Kreativität gelegt, auch auf „verrückte Ideen“. Sicherheitsfragen werden weiterhin vorrangig behandelt und die Erwartungen im Bereich „Professionalität“ sind sehr hoch. In Ländern, in denen die Steuergesetze streng sind, beinhalten Meetings und Incentives aus steuerlichen Gründen (oder „MeetCentives“) verstärkt Fortbildungs- und Teambildungs-Aktivitäten. Konkurrenz und elektronische Kommunikation löst schnellere Marktveränderungen aus und fordert von den Unternehmen ein hohes Maß an Flexibilität. Die Kunden sind weniger loyal und informieren sich bei verschiedenen Agenturen. Einkäufer der Unternehmen bedienen sich mehr und mehr des Internets , was den Vermittlern große Sorgen bereitet. Agenturen können sich zunehmend nur noch über Faktoren wie Originalität und kreatives Denken auszeichnen.



Lifestyle und Wellness bleiben auch in Zukunft grundlegende Trends für die Meeting- und Incentive-Branche, zusammen mit einem wachsenden Bewusstsein für Umweltfragen im Zusammenhang mit der Klima-Veränderung. Andere Befragte wiesen auf die steigende Wichtigkeit sozialer Verantwortung bei Meeting- und Incentive-Programmen hin. Viele erwähnten auch den gestiegenen Einsatz moderner Technologie, um die Entscheidungsfindung vor und während einer Konferenz zu beschleunigen, besonders wenn es sich um Verbände handelt.

Der Stand von 2001 wird überschritten
Die Mehrheit der Einkäufer ist sich in ihren Zusammenfassungen einig, dass die Nachfrage im Meeting- und Incentive-Bereich bald das Niveau von 2001 überschritten haben wird und das auf einer weitaus globaleren Basis als vorher. Viel hängt von der ökonomischen und politischen Stabilität ab und es besteht kein Zweifel daran, dass der Wettbewerb aller Orten härter geworden ist. Nichtsdestotrotz gibt die Meinung eines Befragten Anlass zur Zuversicht,: „Ich habe das Gefühl, dass unsere Industrie zu den wenigen Branchen zählt, die heutzutage noch richtig boomen.“

Die vierte „IMEX – incorporating Meetings made in Germany, The World­wide Exhibi­tion for incentive travel, meetings and events”, findet vom 30. Mai bis 1. Juni 2006 in Halle 8 der Messe Frankfurt statt. Auf der IMEX 2005 informierten sich 7.130 (+909) Besucher aus 97 Ländern über das Angebot der 3.000 (+500) Aussteller aus 130 Ländern (+10). Die IMEX wird organisiert von Ray Bloom und Paul Flackett in Zusammenarbeit mit dem GCB German Convention Bureau e.V. Die Messe integriert den Kongressmarkt „Meetings made in Germany“ des GCB. Neben dem attraktiven Aussteller-Angebot bietet die IMEX ihren Besuchern auf der Messe auch ein umfangreiches, kostenfreies Begleitprogramm durch Workshops, Foren und spezielle Themen-Pavillons sowie verschiedene Initiativen. In der „Virtual Exhibition“ unter www.imex-frankfurt.de kön­nen sich Besucher ganzjährig über die Aussteller informieren und Kontakt aufnehmen.








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