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Das Airport-Winter-Team steht bereit.

Hannover Airport: Fit für den Winter

Der Winter kann kommen – Hannover Airport ist auf einen plötzlichen Kälteeinbruch bestens vorbereitet. 90 eigens geschulte Mitarbeiter stehen in den Startlöchern, damit der Flugbetrieb auch bei Schnee, Eis und Glätte sicher und pünktlich weiter laufen kann.

Aktiviert wird der Winterdienst entweder durch den diensthabenden Einsatzleiter oder durch den Verkehrsleiter vom Dienst, der den Zustand der Start- und Landebahnen mit dem sogenannten „Friction Tester“ überwacht. Dieses Spezialfahrzeug fährt in regelmäßigen Abständen die Runway auf und ab, um die Griffigkeit per Meßrad zu testen. Die Daten werden von einem Rechner erfasst und vom Fahrer per Funk an den Tower und von dort an die Piloten weitergegeben. Der Friction Tester ist neben der aktuellen Wettervorhersage das zuverlässigste Frühwarnsystem vor Glatteisgefahr.

Kündigen sich erste Anzeichen von überfrierender Nässe an, rücken sofort Streu- und Sprühfahrzeuge aus, um die Flugbetriebsflächen entsprechend zu behandeln. Im Kampf gegen das tückische Eis werden vor allem abstumpfende Substanzen wie Granulat und Sand sowie das Lösungsmittel Formiat verwendet. Dieses Salz der Ameisensäure bringt das Eis nicht nur schnell und gründlich, sondern auch auf eine
umweltverträgliche Art und Weise zum Abtauen: Ein beiderseits der Startbahn verlaufendes Rinnensystem fängt die Schmelze auf und leitet sie in Rückhaltebecken, wo sie sich biologisch vollständig abbaut. Um gut durch den Winter zu kommen, hat der Airport ausreichend Vorrat angelegt: In den Tanks lagern über 80.000 Liter flüssiger Taumittel.

Ein plötzlicher Wintereinbruch bedeutet auch immer einen Wettlauf gegen die Zeit. Klar, dass Besen und Schaufel da nicht ausreichen. Der Fuhrpark, den der Airport gegen das winterliche Wetterspiel bereithält, besteht insgesamt aus 31 Spezialfahrzeugen. Wert: sieben Millionen Euro. Das Spektrum reicht vom einfachen Streugerät über den Schneepflug bis hin zur großen Schneeschleuder, die die weiße Pracht bis zu 50 Meter weit zur Seite wirft.

Für die Räumung der Runway wird ein Verbund von neun sogenannten Schneekehrblaseinheiten ( Schneepflug, LKW, Kehrblasgerät) eingesetzt, der nach den Prinzip „Schieben – Kehren – Wegblasen“hintereinander gestaffelt arbeitet. Um die Bahn auf voller Länge und Breite frei zu machen, benötigt der Konvoi maximal 20 Minuten. Bilden sich dann immer noch hartnäckige Eisschichten, kann es auch mal etwas länger dauern. Dann nämlich muß gestreut und enteist werden. Anschließend fährt der Friction Tester nochmals über die Piste, um die Reibungswerte ein weiteres Mal zu kontrollieren. Sicher ist sicher.

Mit der Räumung der Startbahn ist es allein nicht getan. Das Airport-Winter-Team muß auch noch Taxiways, Vorfeld, Zufahrtsstraßen, Parkplätze und öffentliche Gehwege freimachen und abstreuen.





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