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COMPUTERBILD: Fluglinien setzen weiter auf Lockangebote

Bald ist für Billig-Flieger Schummeln verboten: Laut einer EU-Verordnung müssen sie in ihrer Werbung stets den zu zahlenden Endpreis ausweisen und über „fakultative Zusatzkosten“ vor jedem Bestellschritt informieren. Doch die Realität sieht noch anders aus. Das hat eine Überprüfung durch die Zeitschrift COMPUTERBILD ergeben (Ausgabe 17/2008, ab Montag im Handel). Außerdem wurden die Fluggesellschaften gefragt, was sie auf ihren Internetseiten ändern werden. Gar nichts, so die Antwort von fünf Anbietern. Sie würden die EU-Vorgaben bereits erfüllen, die im Oktober in Kraft treten.

Überprüft wurden die Internetangebote der Billig-Airlines Air Berlin, Easyjet, Germanwings, Lufthansa, Ryanair und TUIfly. Alle Anbieter erhoben Extra-Gebühren, die nicht sofort in den Flugpreis eingerechnet waren. So berechneten sie bei Buchung per Kreditkarte zusätzliche Gebühren. Ryanair verlangte dafür sogar jeweils fünf Euro für den Hin- und Rückflug – pro Person. Eine fünfköpfige Familie zahlt so alleine 50 Euro Kreditkarten-Gebühr. Besonders dreist: Der Billigflieger kündigte gegenüber COMPUTERBILD an, die Gepäckgebühren so lange zu erhöhen, bis die Mehrheit der Passagiere mit Handgepäck reist. Gleichzeitig beschränkt die Fluglinie das kostenlose Handgepäck auf zehn Kilo und kleinere Maße – wer diese Vorgaben nicht einhält, muss wiederum Gepäckgebühren bezahlen.

Außerdem tricksten vier der sechs Anbieter bei der Online-Buchung weiterhin mit voreingestellten Zusatzangeboten. Wer die bereits gesetzten Häkchen nicht bemerkt und nicht abwählt, zahlt die optionalen Angebote mit. So versuchten Easyjet, Germanwings, Ryanair und TUIfly, ihren Kunden Reiseversicherungen unterzujubeln. Bei Ryanair war zusätzlich eine Option für schnelleres Einsteigen zum Preis von 10 Euro voreingestellt.

Bereits in Ausgabe 3/2008 hat COMPUTERBILD Billig-Fluglinien getestet und die Preis-Tricksereien entlarvt.

www.computerbild.de





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