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Braucht das Ruhrgebiet einen Großflughafen?

Flughafen Düsseldorf begrüßt Diskussion über die interkontinentale Erreichbarkeit des Ruhrgebietes und lädt Initiativkreis Ruhrgebiet zum Airport ein.

Der Wirtschaftstandort Nordrhein-Westfalen muss international und interkontinental erreichbar sein. Diesen wichtigen Ansatz in den aktuellen Überlegungen des Initiativkreises Ruhrgebiet teilt auch der NRW-Marktführer, der Flughafen Düsseldorf International. „Der Initiativkreis Ruhrgebiet hat die Schlüsselfunktion eines Airports für die wirtschaftliche Entwicklung der Region richtig erkannt. Doch die Überlegungen zu einem neuen Großflughafen im Ruhrgebiet kommen etwa 20 Jahre zu spät. Die strategischen Entscheidungen der nationalen Fluggesellschaften sind mit den Drehkreuzen Frankfurt, München und seit neuestem Düsseldorf längst gefallen. Für die nächsten 15 Jahre kann der Bedarf an diesen Standorten auch ohne einen neuen Großflughafen gedeckt werden“, betont Christoph Blume, Sprecher der Geschäftsführung des größten Flughafens Nordrhein-Westfalens.



In NRW entwickelt sich bereits ein erfolgreiches System, das in seiner Struktur den Belangen dieses Wirtschaftsraumes entspricht. Düsseldorf International ist der drittgrößte Flughafen in Deutschland und bietet als einziger Airport neben den etablierten Drehkreuzen Frankfurt und München nennenswerten Interkontinentalverkehr mit stark steigenden Angeboten an. Blume: „Während sich der Kölner Flughafen erfolgreich auf das Low-Cost-Segment und das Frachtgeschäft spezialisiert hat, bedient der Düsseldorfer Airport die Bedürfnisse der Wirtschaft und der Privatreisenden mit einem breiten, zugeschnittenen Flugangebot bei den Europa- und Interkontinental-verbindungen. Alle wichtigen Netzwerkcarrier bieten ihre Leistungen vorrangig in Düsseldorf an. Eine ähnliche Entwicklung hat sich auch schon in anderen Metropolregionen wie beispielsweise London bewährt.“

So hat der Düsseldorfer Flughafen seine Interkontinentalverbindungen überproportional ausgebaut und entwickelt sich derzeit zu einem Drehkreuz. Ein diesbezügliches Investitionsprogramm mit 120 Millionen Euro befindet sich bereits in der Umsetzung. „Wir haben in Düsseldorf konkrete Pläne, diesen Weg gemeinsam mit unseren Airline-Partnern weiter zu forcieren“, so Blume. Im nächsten Frühjahr starten von Düsseldorf aus beispielsweise tägliche Interkontinentalverbindungen nach Shanghai und Peking durch die Air Berlin Gruppe, die Lufthansa baut ihr Interkontangebot mit Direktflügen nach New York, Chicago und Toronto weiter aus.

Für die Geschäftskunden spielt besonders die Nähe zum Airport eine zentrale Rolle. Und genau hier liegt das große Plus des Düsseldorfer Flughafens. Von der Essener Innenstadt ist man schneller am Airport als beispielsweise von der Münchner Innenstadt zum dortigen Flughafen. Darüber hinaus liegt der Düsseldorfer Flughafen im Schnittpunkt wichtiger Autobahnen. Die guten Bahnverbindungen sind ein weiterer bedeutender Standortvorteil. Blume: „Der Düsseldorfer Flughafen ermöglicht der heimischen Wirtschaft einen schnellen Zugang zu den wichtigen Märkten und Metropolen der Welt.“

Darüber hinaus gibt Blume zu bedenken, dass ein neuer Flughafen nicht nur Betriebsflächen braucht, sondern auch die flughafen-spezifischen Belastungen mit sich bringe. Blume: „Wo sollte denn ein Großflughafen im dichtbesiedelten Ruhrgebiet entstehen? Essen ist von Düsseldorf 30 Kilometer entfernt und klagt gegen unsere Betriebsgenehmigung. Und das Areal Garzweiler ist von der Wirtschaft des Ruhrgebiets zu weit entfernt.“

Christoph Blume: „Wir sind dazu bereit, uns mit unserem Know-how in die Diskussion einzubringen. Darum laden wir den Initiativkreis Ruhrgebiet herzlich zum Flughafen ein, um sich hier vor Ort ein Bild davon machen zu können, welche Entwicklungsmöglichkeiten es in Düsseldorf gibt und welchen Beitrag der Airport zur Stärkung der Wirtschaft in der Region leisten kann.“





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