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Bislang keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb

Nachdem der erste Tag des unbefristeten Streiks
bei der Lufthansa noch ohne Auswirkungen auf den Flugbetrieb blieb,
weitet die Gewerkschaft ihren Arbeitskampf am Dienstag aus.
ver.di-Sprecher Harald Reutter sagte am Montag, auch das Boden- und
Kabinenpersonal an den Flughäfen Berlin-Tegel, Berlin-Schönefeld,
Stuttgart und Nürnberg werde einbezogen.

Die Gewerkschaft rechnet damit, dass es in den nächsten Tagen zu
zahlreichen Flugausfällen kommen wird. Wenn die Flugzeuge nicht mehr
wie vorgeschrieben gewartet werden können, müssten sie am Boden
bleiben, sagte Reutter.

Den Verlauf des ersten Streiktages bezeichnete der ver.di-Sprecher
als «sehr erfolgreich». Die Lufthansa habe nur unter großem
finanziellen Aufwand den Flugbetrieb aufrechterhalten. Damit habe die
Gewerkschaft ihr Ziel erreicht und das Unternehmen wirtschaftlich
getroffen. Zudem gingen die Buchungen bei Deutschlands größter
Airline zurück. Auch das treffe das Unternehmen.

Am Montag war das befürchtete Chaos im Flugverkehr ausgeblieben.
Bis zum frühen Nachmittag hätte der Arbeitskampf der Gewerkschaft
ver.di bei der Fluggesellschaft kompensiert werden können, sagte
Konzern-Sprecher Wolfgang Weber in Berlin nach rund 900 regulär
gestarteten Flügen. Am ersten Tag des Streiks traten ver.di zufolge
bundesweit rund 4000 Beschäftigte bis zum Nachmittag in den Ausstand.

Schwerpunkte des Arbeitskampfes waren am Montag die Flughäfen
Frankfurt am Main mit dem Catering und Hamburg mit dem Hauptsitz der
Techniksparte. ver.di hatte zuvor stets betont, dass es der
Gewerkschaft darum geht, das Unternehmen wirtschaftlich zu treffen
und nicht möglichst viele Flugausfälle zu verursachen. «Der
Notfallplan der Lufthansa kostet das Unternehmen richtig viel Geld»,
sagte ver.di-Verhandlungsführer Erhard Ott. Catering bei der
Konkurrenz einzukaufen oder Flugzeuge in anderen Werften warten zu
lassen, sei richtig teuer.

Der Konzern spürt nach eigenen Angaben «hinter den Kulissen» die
Auswirkungen. Wann sich die Arbeitsniederlegungen im Bereich Technik
auf den Flugverkehr auswirkten, sei schwer prognostizierbar, betonte
Weber. Es gebe ganz verschiedene Wartungsintervalle. Außerdem streike
auch in dieser Sparte nicht die gesamte Belegschaft, und es seien
Gegenmaßnahmen seitens der Lufthansa ergriffen worden.

Ob es am Dienstag oder in den kommenden Tagen zu Flugausfällen
kommen werde, vermochte der Sprecher nicht zu sagen. Passagiere
sollten sich auf der Lufthansa-Homepage im Internet oder unter der
Rufnummer 0800 – 8506070 informieren.

ver.di fordert 9,8 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von
zwölf Monaten. Der Lufthansa-Vorstand hat vor allem mit Verweis auf
die sich verschlechternden Rahmenbedingungen eine Erhöhung vom 1.
Juli 2008 um 4,6 Prozent und vom 1. Juli 2009 um weitere 2,1 Prozent
bei einer Laufzeit von 21 Monaten sowie eine Einmalzahlung geboten.

ddp.djn/mwo/mwa

Der Düsseldorf Blog schreibt zum Streik bei der Lufthansa:


Lufthansa-Streik – pfui, Herr Bsirske!


Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di will mit Kampfmaßnahmen für die Mitarbeiter der Lufthansa ein fettes Gehaltsplus von 9,8 Prozent erstreiken. Auch am Flughafen Düsseldorf International sorgen sich Passagiere seit heute, ob sie stehenbleiben oder nicht, buchen um auf andere Airlines und die Kranich-Airline sowie die deutsche Wirtschaft nehmen großen Schaden.

Die plausibelste Erklärung für den völlig unverständlichen Streik lieferte gestern die FAZ am Sonntag: Verdi-Chef Frank Bsirske laufen die Airline-Mitarbeiter weg – zu den Gewerkschaften Cockpit und der völlig durchgeknallten UFO (Flugbegleiter-Vertretung). Da sieht sich Bsirske mit seiner Ver.di wohl genötigt, den Hügel zu erklimmen und sich an die Brust zu trommeln.

Schön zwar, dass die Lufthansa ein exzellentes Krisenmanagement betreibt und der Streik den Flugverkehr bislang kaum beeinträchtigt – auch dank Unterstützung anderer Airlines wie Air Berlin – doch kostet jeder Streiktag den Kranich Millionen.

Die Logik, dass man einer durch einen solchen unbefristeten Streik schwer geschwächten Lufthansa dann noch knapp zehn Prozent plus abverlangen kann – nach dem Motto “Auch einem nackten Mann kann man noch in die Tasche greifen” – ist wohl nur den Verdianern verständlich: Soll der Kranich doch die Flügel strecken!

Wer bei einem 6,7 Prozent-Angebot bei einer Laufzeit von 21 Monaten vom Verhandlungstisch aufsteht, verhält sich grob verantwortungslos und disqualifiziert sich als Tarifpartei.



Pfui, Herr Bsirske! Ihre Streiklust schafft Arbeitsplätze – anderswo.

Quelle: Düsseldorf Blog





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