Business-Travel.de - die Seite für Geschäftsreisende, Manager und Führungskräfte

Bewegung im festgefahrenen Tarifkonflikt

Erstmals seit den gescheiterten
Tarifverhandlungen Anfang Juli sitzen die Gewerkschaft ver.di und die
Deutsche Lufthansa wieder an einem Tisch. Am vierten Tag des
unbefristeten Streiks beim Boden- und Kabinenpersonal nahmen die
Tarifpartner wieder Gespräche auf, wie beide Seiten am Donnerstag
bestätigten. Laut ver.di-Sprecher Harald Reutter geht es darum,
auszuloten, ob die Verhandlungen wieder aufgenommen werden könnten.
Unterdessen fielen bei Lufthansa deutlich mehr Flüge als in den
vergangenen Tagen aus. 128 Flüge würden bis Montag täglich
gestrichen, hieß es.

Nachdem ver.di die Verhandlungen in der vierten Runde für
gescheitert erklärt habe, gebe es jetzt erstmals wieder Kontakte,
sagte Lufthansa-Sprecher Jan Bärwalde. Zum Inhalt und zu den
Teilnehmern der Gespräche wolle er sich nicht äußern. Es handele sich
nicht um Tarifverhandlungen. ver.di-Sprecher Reutter betonte, dass es
gegenwärtig nicht danach aussieht, als könnten die Verhandlungen
wieder beginnen. Die Positionen würden sehr weit auseinander liegen.

Die Bedingungen für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch sind
für ver.di klar. Das werde nur bei einem deutlich verbesserten
Angebot seitens der Lufthansa erfolgen, wiederholte Reutter zuvor
gemachte Angaben.

Die Auswirkungen der Streiks machen sich bei Lufthansa immer
stärker bemerkbar. Die größte deutsche Fluggesellschaft fliege jetzt
nach einem Sonderflugplan, sagte Bärwalde. Von Donnerstag bis
einschließlich Montag würden täglich 128 Flüge gestrichen. Das seien
sechs Prozent der täglich rund 2000 Flüge. Betroffen seien 100
innerdeutsche und europäische Flüge sowie 28 Interkontinentalflüge.

«Allerdings werden möglichst nur Verbindungen gestrichen, wo
unsere Passagiere eine Alternative haben», betonte der
Lufthansa-Sprecher. Es handele sich um Flüge, die mehrmals am Tag
stattfänden oder die zudem von Partnerfluggesellschaft bedient
würden. Dazu gehörten beispielsweise die Strecken von Frankfurt am
Main nach Berlin, New York und Dubai oder die Strecke von München
nach Washington.



Lufthansa-Kunden sollen sich nach Angaben von Deutschlands größter
Fluggesellschaft weiterhin vor ihren Flügen im Internet unter
lufthansa.com oder unter die kostenfreie Telefonnummer 0800 – 8506070
informieren.

ddp/nas/ghe





Bisher keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben