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Baustelle Zukunft

Rund 200 Millionen Euro investiert der internationale Airport Nürnberg bis 2015 in verschiedene Baumaßnahmen. Flughafengeschäftsführer Karl-Heinz Krüger spricht von einem „Wachstum mit Augenmaß“, das sowohl den aktuellen gesetzlichen Vorgaben als auch dem Wachstum der Passagierzahlen gerecht wird. Krüger: „Diese Investitionen werden wir aus eigener Kraft stemmen, ohne unsere Gesellschafter – den Freistaat Bayern und Stadt Nürnberg – zu belasten.“ Darüber hinaus sind weitere, durch Dritte finanzierte Bauvorhaben auf Grundstücken der Flughafen Nürnberg GmbH geplant. Berufsmäßiger Stadtrat Dr. Roland Fleck, Mitglied des Aufsichtsrats und Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, stellt fest: „Mit dem 50 Millionen-Euro-Paket in 2006 wird die ,Investitionslokomotive Airport’ der Wirtschaft in der Region einen kräftigen Anschub im laufenden Jahr geben“.

Bereits im Herbst 2005 begannen die Arbeiten am Transfer Control Terminal (TCT) in Verlängerung des bestehenden Terminalgebäudes nach Westen, das aufgrund der neuen Sicherheitsgesetzgebung nach EU-Recht errichtet werden muss: Das TCT wird nach Fertigstellung im Oktober 2006 über eine Bruttogeschossfläche von 8.300 Quadratmetern verfügen; die Gesamtkosten liegen bei rund 25,1 Millionen Euro. Im Erdgeschoss entstehen getrennte Zugangsbereiche für Fluggäste aus Schengen- und Nicht-Schengen-Ländern sowie für Reisende von außerhalb der EU. Das TCT wird mit zwölf Kontrollspuren mit Röntgengeräten und Torsonden für die Handgepäck- und Personenkontrolle ausgestattet. Zudem gibt es Pass- und Zollkontrollstellen. Im Obergeschoss wird der Wartebereich mit Bars, Shops und zusätzlichen Toilettenanlagen erweitert, während im Kellergeschoss die Technik untergebracht ist.

Ebenfalls aufgrund der neuen Gesetzgebung in Angriff genommen wurde der Bau des Gebäudes Tor 1 östlich der Abflughalle 1 mit einem Kostenvolumen in Höhe von 4,7 Millionen Euro. In dem Gebäude ist die Hauptpforte untergebracht, außerdem Kontrollstellen für Beschäftigte und Besucher des nichtöffentlichen Bereichs. Ins erste Obergeschoss wird nach Fertigstellung im April 2006 die Ausweisstelle des Flughafens einziehen; zudem werden Schulungsräume eingerichtet. Das zweite Obergeschoss beherbergt unter anderem einen Multifunktionsraum. Im Außenbereich entsteht eine Fahrzeugkontrollstelle mit zwei Kfz-Schleusen und einer Feuerwehrnotzufahrt. Die Bruttogeschossfläche des Gebäudes beträgt 1.200 Quadratmeter. Für das neue Tor 1 sind Teile des alten Werkstattgebäudes aus dem Gründungsjahr 1955 gewichen. Im Herbst 2006 beginnen die Arbeiten zur weiteren Verlängerung des Gebäudes nach Osten für rund 4,5 Millionen Euro.

Im Sommer 2006 kommt es zum ersten Spatenstich für das Parkhaus P3, das südlich des Parkhauses P1 (linksseitig der Flughafenstraße) in die Höhe wachsen wird. Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 18 Millionen Euro; die Fertigstellung ist für Juni 2007 geplant. Das neue Parkhaus wird 2.200 Pkw-Stellplätze bieten. Grund für den Neubau ist in erster Linie der Verlustausgleich für künftig wegfallende Stellplätze auf den Freiflächen durch die Renaturierung des Bucher Landgrabens.

Nach Fertigstellung des P3 kann ab Frühjahr / Sommer 2007 als vorgeschriebene Maßnahme zum Flächenausgleich die Renaturierung des Bucher Landgrabens begonnen werden: In Fortsetzung der bereits in einen natürlichen Zustand zurück versetzten Abschnitte kann der Bach auf einer Breite von 50 bis 100 Metern entlang der abgeflachten Ufer mäandern. Der Bachverlauf wird zudem mit zwei weiteren Regenrückhaltebecken, Nebenarmen und Inselchen gestaltet. In einem ersten Bauabschnitt sollen bereits in diesem Jahr 300 Meter westlich der Irrhainstraße renaturiert werden. Die Kosten für beide Bauabschnitte belaufen sich auf circa zwei Millionen Euro. Die Renaturierung des gesamten Bachverlaufs auf Flughafengelände kostet 3,3 Millionen Euro und umfasst eine Ausdehnung von zwei Kilometern vom Regenrückhaltebecken Ziegelstein im Osten bis zum Übergang in den „alten Graben“ im Westen.

Um das zunehmende Luftverkehrsaufkommen zu bewältigen, laufen bereits seit Herbst 2005 die Tiefbauarbeiten an der Vorfelderweiterung. Das Hauptvorfeld West erhält nahe des Towers mit 36.000 Quadratmetern in Betonbauweise Abstellpositionen für vier große Mittelstreckenflugzeuge. Die Kosten betragen 3,5 Millionen Euro; die Fertigstellung ist bis Ende Mai 2006 vorgesehen. Für 1,9 Millionen Euro wächst im gleichen Zeitraum das Vorfeld Südwest bis an die Irrhainstraße heran.

Auf der Einnahmenseite von Flughäfen gewinnt das sogenannte Non Aviation-Geschäft zunehmend an Bedeutung. Um langfristig gewinnbringend wirtschaften zu können, müssen daher zusätzliche Einnahmequellen gefördert werden. Aus diesem Grund soll bis 2008 für rund sechs Millionen Euro ein Dienstleistungszentrum zwischen den Abflughallen 1 und 2 gebaut werden: In Höhe der „Ladenstraße“ und des Wirtschaftshofs entstehen Shoppingflächen; in die obere Etage soll der Reisemarkt einziehen.

Ab 2012 steht die Südwesterweiterung des Terminals mit einhergehender Erweiterung der Ankunftshalle für rund 15 Millionen Euro in der Mittelfristplanung.

Außerdem ist in den nächsten Jahren die Errichtung des Airport Business Centers auf dem Gelände nördlich des Verkehrskreisels durch einen privaten Investor vorgesehen. Für das 4.200 Quadratmeter umfassende Grundstück wurden in Abstimmung mit dem Planungsamt der Stadt Nürnberg bereits sechs Büros mit städtebaulichen Plangutachten und Entwürfen betraut. Das favorisierte Modell sieht eine Bebauung mit bis zu vier Bürotürmen bis 40 Metern Höhe vor, die laut Expertenkommission durch „Luftigkeit und Eleganz“ bestechen. Wirtschaftsreferent Dr. Fleck begrüßt dieses Vorhaben: „Ich erwarte mir hierdurch einen weiteren Attraktivitätszuwachs für den Standort Airport“.

Zu den nicht von der Flughafen Nürnberg GmbH finanzierten Bauvorhaben im genannten Zeitraum bis 2015 gehört auch die Autobahnanbindung direkt an die A3.

www.airport-nuernberg.de





Ein Kommentar zu “Baustelle Zukunft”

  1. Dieter Zemann

    Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren:
    ich freue mich sehr über Ihr Konzept und die Überzeugung an die Nürnberger Zukunft, sowie für die globale Präsenz!!!
    Folgende Punkte sehe ich als unumstößlich:
    Nr.1 AUTOBAHNANBINDUNG- für „Juchtenkäfer bieten sich Biotope in Moorenbrunnn- sich bitte nicht einschüchtern lassen!!! es geht um Wirtschaft, um Arbeitsplätze, somit um soziale Sicherheit.
    Glückwunsch zur Umbenennung „Albrecht Dürer Flughafen,würde aber dennoch lieber Airport nennen- klingt internationaler-weltoffener- auch wenn sich Nürnberg noch als Provinznest zeigt- aber auch das wird irgendwann ein hoffentlich schnelles Ende finden
    UNBEDIGT: Einkaufsmeka schaffen- schon aus finanziellen Gründen- sicheres Stadtbein und somit eine, wie schon angenannte Airportstadt schaffen-Kongresscenter bis hin zu kulturellen eventstrauglichen und vorallem mit betonter moderner weltoffenstädtischer Architektur punkten- muss einmalig sein!!!!- egal wie der Nürnberger “ Buzzenscheibchen Kunst-Bau-Beirat dagegenpulvert- ihm sollte man lieber einen Wirtschaftskurs in der VHS finanzieren
    Kulturelle Einrichtungen: Flashmob, sehr gute Resonanz in Europa, Düreraustellungen,Nürnberg und Metropolregion in der optimalsten Leistung vorzeigen-demenstsprechende Vorzeigematerialien- wir sind besser als so manche Vorzeige Region. Kunst- alt wie neu- Potential eindeutig vorhanden.Im Flughafen auf alle Fälle NICHT vergessen!!!! Engelssgruß, Kaiserburg Fränkische Schweiz, und seine europäische Wichtigkeit, wir stehen mit Wien auf einer Ebene.
    WICHTIG; KONGRESSZENTREN in futuristisch- moderner Architektur errichten und keine Bange, es ist nur eine rethorische Angelegenheit die Fachwerk – und Buzzenscheibchen- Liebhaber in die Altstadt zu verweisen, da ist ihre Aufgabe und nur hier dienen sie mehr im Sinne Nürnbergs, was in der Tat eine Glanzleistung bedeutet- miteinander schaffen in der Tat das was München läg

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