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BARIG lehnt Ticketbesteuerung nach französischem Modell ab

Das Board of Airline Representatives in Germany e.V. (BARIG) lehnt eine deutsche Beteiligung an der französischen Initiative zur weltweiten Ticketbesteuerung strikt ab.

Beim Gipfeltreffen der Vereinten Nationen im September beabsichtigt Staatspräsident Jacques Chirac einen neuen Anlauf für dieses Projekt. Mit der neuen Zwangsabgabe sollen Gelder von Flugpassagieren eingesammelt werden, um Entwicklungshilfeprojekte zu unterstützen. Auch einzelne deutsche Politiker stehen dieser Idee aufgeschlossen gegenüber.

„Es hat gute Gründe, dass zwei Drittel der EU-Länder und auch die USA vehement gegen eine Besteuerung des Fliegens zugunsten von Entwicklungshilfe sind,“ so Andreas Kretzschmar, BARIG Chairman.
„Die beste Entwicklungshilfe ist doch die ungehinderte Teilnahme der Länder der Dritten Welt am internationalen Handelsgeschehen“, fügt Kretzschmar hinzu. „Es ist somit ein absoluter Widerspruch, durch die Regulierung von Waren- und Passagierströmen zu erwarten, dass mehr Geld für die weltweite Armutsbekämpfung zur Verfügung steht.“ Denn sollte es zu einer Besteuerung kommen, ist nicht vorhersehbar, ob Nutzer des Luftverkehrs in andere Länder ohne diese Abgabe abwandern. Dies würden vor allem grenznahe Flughäfen und Anbieter zu spüren bekommen.

Darüber hinaus kritisiert das BARIG die Äußerung des französischen Finanzministers Thierry Breton, der auf einer UN-Tagung im Juni erklärte, dass es sich bei Flugreisenden „nur selten um die ärmsten Bürger handle“ und eine Steuer auf Tickets somit besonders geeignet ist.

„Diese Aussage schießt eindeutig über das Ziel hinaus. Gerade in den letzten Jahren hat sich das Flugzeug zu einem Massentransportmittel entwickelt und so grenzt es an Diskriminierung, ausgerechnet diese Zielgruppe einseitig als ‚Zahler‘ beim weltweiten Kampf gegen Armut zur Kasse zu bitten“, sagt Martin Gaebges, Generalsekretär BARIG.

BARIG (Board of Airline Representatives in Germany) e.V. vertritt und fördert die gemeinsamen Interessen von mehr als 100 Airline-Mitgliedern. Dazu gehören nationale wie auch internationale Fluggesellschaften aus dem Bereich Linienflug, Ferienflug und Air Cargo, die im deutschen Markt tätig sind. Der Verband mit Sitz in Frankfurt am Main setzt sich seit seiner Gründung 1951 für die Verbesserungen der vertrieblichen und operationellen Bedingungen des Flugverkehrs in Deutschland ein. Im Rahmen des Engagements als repräsentative Einrichtung nimmt BARIG stellvertretend für die Fluggesellschaften Stellung zum Thema Wirtschaftsfaktor Luftfahrt ebenso wie zu den Perspektiven im Luftverkehr, zu Standortfragen für Flughäfen sowie zu Themen rund um Fluglärm, Umwelt und Sicherheit. Weitere Einzelheiten auf www.barig.org.





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