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Banker sollen auf Dienstreisen sparen

Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzkrise
sollen bei der Deutschen Bank künftig offenbar strengere Spesenrichtlinien gelten. Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ zitiert in
seiner aktuellen Ausgabe aus einer von April 2008 datierten Fassung des Regelwerks für den Bereich Kommunikation und Soziale Verantwortung, in dem rund 800 Mitarbeiter arbeiten. „Die Deutsche Bank billigt keinerlei Erwachsenen-Vergnügungen und wird solche Ausgaben nicht ersetzen“, heißt es darin. Außerdem solle die Firmenkreditkarte nicht für derartige Lustbarkeiten verwendet werden. Gemeint seien offenkundig Besuche von Bordellen, Striptease-Clubs oder Pornokinos.

Die detaillierten Sparvorschläge gelten laut Kommunikationschef Stefan Baron mit kleineren Abweichungen im Prinzip für das gesamte
Institut. Gemäß dem Regelwerk dürfen die Banker dem Bericht zufolge in den USA beispielsweise nur noch zweiter Klasse Bahn fahren. In Deutschland wird die erste Klasse ab einer Stunde Fahrzeit genehmigt, in England erst ab zwei Stunden. Taxifahrten während eines Streiks im öffentlichen Nahverkehr müssen vorab genehmigt werden. Das gilt auch für alle Geschäftsessen, wobei das erlaubte Ausgabemaximum bei 65 Euro pro Person liegt.

Außerdem erwartet die Bank, dass Mitarbeiter auf Dienstreisen, falls sie frühmorgens ankommen, in der Airport-Lounge duschen, statt
das Hotelzimmer bereits für die Vor-Nacht zu buchen. Laut Baron wurde die Spesenrichtlinie kürzlich erneut an seine Mitarbeiter verschickt, da es zu „kleineren Verstößen“ gekommen war, wie das Magazin schreibt.

ddp.djn/pon/stu





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