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Austriair will AUA bei Linienflügen Konkurenz machen

Das Business Aviation Unternehmen MAP (Management + Planning), 2002 gegründet, gilt als eines der größten in der Branche in Österreich. Der Anbieter, der hauptsächlich Geschäftsreisende zu seinen Kunden zählt, liegt im Clinch mit Austrian Airlines, berichtet das Branchenmagazin „Der Mobilitätsmanager“ heute.

Grund: Der private Geschäftsflug-Anbieter plant unter der neuen Marke „Austriair“, der Austrian Airlines Linienflug-Konkurenz zu machen. Im Visier hat MAP die Destinationen Frankfurt/M. und München, also genau dort, wo die AUA im Zuge der Übernahme durch die Lufthansa Slots abgeben musste. Ähnliches gilt für russische Ziele, die MAP ebenfalls ansteuern möchte. Und da sagt die AUA-Geschäftsführung, dass sie dort gerade um ihre Landerechte kämpfen muss; denn in Russland wird argumentiert, dass die Airline nicht mehr in österreichischem Besitz ist.

Die AUA-Führung hat jetzt die Verantwortlichen der MAP aufgefordert, die Verwendung der Marke „Austriair“ zu unterlassen. Ein Dorn im Auge ist der AUA nicht nur der Wortlaut, sondern auch der Schriftzug. Sollte der private Anbieter auf sein unlauteres Verhalten nicht verzichten, werde die AUA klagen. Die AUA möchte sich damit gegen die Verletzung ihrer Markenrechte wehren. Angeblich verletzte die Marke eindeutig ältere Rechte von Austrian Airlines, teilt der Carrier heute mit. MAP versucht offensichtlich, so die AUA, als Trittbrettfahrer die Kunden zu täuschen, indem sie eine Wort-Bild-Marke verwendet, die der Markenfamilie von Austrian Airlines sehr ähnlich ist.

Laut AUA behauptet MAP, es gebe bereits eine „Austriair Luftfahrt AG“. Diese Firma sei laut AUA aber nirgendwo eingetragen – in Österreich sind alle Firmen im so genannten Firmebuch registriert. Nicht richtig sei ferner, so AUA weiter, dass die so genannte „Austriair“ sich um Streckenrechte beworben habe. Wahr sei vielmehr, dass die MAP sich beworben habe. Desweiteren besitze „Austriair“ keine Genehmigung als Zivilluftfahrtsunternehmen und damit auch keine entsprechenden Slots. Für Letztere hätte sich MAP beworben.

Die MAP-Verantwortlichen wurden heute von der AUA aufgefordert, die Verwendung zu unterlassen. Eine Unterlassungserklärung ist auf dem Weg. Wird die nicht diese Woche unterschrieben, werde die AUA gerichtlich vorgehen, also auf Unterlassung klagen, in Verbindung mit einer Einstweiligen Verfügung.

Die private Luftfahrtfirma MAP hatte vorige Woche angekündigt hat, unter der Marke „Austriair“ auf der Linie im Deutschlandverkehr fliegen zu wollen. Dazu sollten insbesondere die beiden Passagierjets MD-83 eingesetzt werden. Laut MAP sei Austriair im Dezember 2009 gegründet worden und habe von der EU begehrte Slots in Frankfurt/M., Stuttgart, Köln und München erhalten. Man steige nun ins Liniengeschäft ein, habe weiter Geschäftskunden im Visier, und die Preise würden sich an denen der AUA orientieren. Im Frühjahr sollte mit der Route Wien-Frankfurt gestartet werden, eine Strecke, die die AUA verloren hatte.

Austriair-Chef Bosko Rasovic, Geschäftsführer und verantwortlicher Betriebsleiter (COO) bei MAP, soll zudem Interesse an jenen innerösterreichischen Flügen bekundet haben, die die AUA wegen angeblicher Unrentabilität schließen wolle.

Hinter Austriar stehe die MAP-Holding, war erläutert worden, und hinter der wiederum eine heimische Stiftung. Geschäftsführer der MAP-Holding sind Peter Fiers und Michael Neuhuber.



MAP bietet den Kunden eine breite Auswahl von 13 Geschäftsreiseflugzeugen, die professionell nach den Richtlinien der EU OPS betrieben werden. Neben den Executive Jets kommen bei map aber auch Passagierflugzeuge wie die Boeing MD-83 mit bis zu 170 Passagiersitzplätzen für verschiedenste Fluglinien zum Einsatz.

www.mapjet.eu/de

Quelle: dmm.travel





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