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Airport Niederrhein – nach turbulentem Start 2004 weiter auf Erfolgskurs

Flughafengesellschaft legte Verkehrsbilanz vor

208.097 Passagiere nutzten den Flughafen Niederrhein seit Aufnahme des Linienflugbetriebs im Mai 2003. Der junge Flughafen wickelte in diesem Zeitraum bereits über 3.300 Starts und Landungen der Jets von Ryanair, V Bird und Dutchbird ab. Die Flughafengeschäftsführung will nach einer turbulenten Startphase nun den eingeleiteten Steigflug fortsetzen.

Auf Basis der Expansionspläne des größten Flughafenpartners V Bird und weiterer Flüge neuer Anbieter rechnet Airportchef Alex van Elk bereits in diesem Jahr mit dem

1. Millionsten Passagier.

Seit Eröffnung des Flughafens im Mai bot Ryanair die zunächst einzige Verbindung dreimal täglich nach London an. Anfang November folgte der neue niederländische Low – Cost Carrier, der von seiner neue Heimatbasis Niederrhein mit drei 162 – sitzigen Airbus A 320 nach Berlin, München, Helsinki, Nizza und Wien startete.

Ebenfalls im November konnte der Flughafen auch seinen ersten Ferienflieger begrüßen. Dutchbird flog einmal wöchentlich nach Gran Canaria.

London, Berlin und München waren dabei 2003 die beliebtesten Ziele ab Airport Niederrhein. Spitzenmonat war der Dezember mit über 55.000 Passagieren und über 1.000 Starts und Landungen.

Von den 207.000 Passagieren des grenznahen Airports sind ca. 70 Prozent Kunden mit Herkunft oder Ziel in Deutschland, etwa 60.000 Fluggästen kamen aus den Niederlanden oder reisten nach Ankunft dorthin weiter.

Start mit Tücken
In seinem ersten Betriebsjahr hatte sich der junge Flughafen einigen Herausforderungen zu stellen:

Anfang 2003 verzögerte sich die Fertigstellung des neuen Passagierterminals. Bis zur Eröffnung des modernen 13.000 qm – Gebäudes am 1. August wurden die Fluggäste in einem eilends umgebauten ehemaligen Hangar begrüßt.

Die Klage einer Nachbargemeinde gegen die Genehmigung zum Betrieb des Flughafens hatte im Herbst 2003 zur Folge, dass die neue Low Cost-Airline V – Bird am Wochenende auf Ihrer neuen Heimatbasis weder starten noch landen konnte. Passagiere und Flugzeuge mussten auf weiter entfernte Flughäfen ausweichen. Vier Wochenenden später beendete der Regierungspräsident mit der Ablehnung des Widerspruchs ein Geduldspiel, das Kunden und Mitarbeiter Nerven und Airline und Flughafen mehrere Millionen Euro gekostet hatte.

Flughafeneffekte: Jobs, Aufträge und Kostenvorteile
Trotz der anfänglichen Startschwierigkeiten ziehen die privaten niederländischen Gesellschafter und die ebenfalls am Flughafen beteiligten Kreis Kleve und Gemeinde Weeze eine überaus positive Bilanz. Drei Jahre nach Schließung der ehemaligen britischen Militäranlage und dem Wegzug von über 5.000 Militärangehörigen weist der Flughafen über 300 neue Arbeitsplätze vor.

Auf dem 600 ha großen Areal entstand innerhalb von zwei Jahren ein moderner Verkehrsflughafen mit einem neuen Terminal für 2,5 Mio. Passagiere im Jahr, einem neuen 30.000 qm Vorfeld, erweiterten Flugbetriebsflächen und einer Parkplatzanlage mit knapp 2.000 Einstellplätzen.

Rund 40 Mio. haben die privaten Eigentümer bislang in die Flughafeninfrastruktur investiert, weitere 3,4 Mio. € flossen als Zuschüsse des Landes in den Ausbau der technischen Infrastruktur.

Diese Investitionen und Ausgaben haben sich zu einem weit überwiegenden Teil in den Auftragsbüchern regionaler Unternehmen niedergeschlagen.

Last but not least verschafft der Flughafen vielen importierenden und exportierenden Unternehmen in der Region spürbare Kosten- und Wettbewerbsvorteile. Über den neuen Airport reisen Geschäftsleute und Monteure ohne lange Anreise schneller und dank Low Cost überaus günstig.

Die neuen Flüge verbinden die Unternehmen am Niederrhein und in den Provinzen Limburg oder Gelderland mit den internationalen Märkten.

Ohne den Aufwand früherer Jahre, als Tickets teuer und der nächste Airport weit war, erleichtert das Flugangebot am Niederrhein neue Kontakte und die persönliche Pflege bestehender Geschäftsbeziehungen.

Ausblick 2004
V Bird – bedeutendster Partner des Flughafen Niederrhein – wird im kommenden Sommer mit fünf Airbus A 320 das bestehende Flugprogramm weiter ausbauen. Bereits Ende Januar geht es zusätzlich 6 x wöchentlich nach Manchester.

Auch die Auslastung der V Bird – Jets – die im traditionell schwachen Winterhalbjahr bei 40 Prozent liegt – soll im Sommer weiter steigen. Der türkische Ferienflieger Sky Airlines startet in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern GTI und Alltours ab Ende März wöchentlich nach Antalya.

Mit verstärkten Marketingmaßnahmen will der Flughafen weitere Fluggesellschaften und Reiseveranstalter von den Vorteilen des neuen Airports überzeugen und rechnet mit weiteren Anbietern im Laufe des Jahres.

Aber auch ohne die Effekte neuer Kunden erwartet Flughafengeschäftsführer Alex van Elk schon 2004 den Aufstieg in den „Club der Millionäre“.

Die Rechnung könnte durchaus aufgehen: Ryanair allein erwartet rund 250.000 Passagiere, V Bird rechnet in diesem Jahr mit über 800.000 Fluggästen.

Auch das Geschäftsfeld „Luftfracht“ soll in diesem Jahr beflügelt werden: Eine Untersuchung zu diesem Thema wird derzeit ausgewertet, ein Maßnahmenkatalog soll noch im Frühjahr ver- abschiedet werden.

Auch 2004 wird die Entwicklung der Infrastruktur im südlichen Flughafenareal weiter fortgesetzt.

Highlight 2004: Den ersten Geburtstag des neuen Flughafens wird der Airport Niederrhein am 1. Maiwochenende mit einem großen Tag der offenen Tür feiern.

Das Terremoto-Festival hingegen verabschiedet sich vom Flughafen Niederrhein: Das bekannte Rockfestival kann 2004 auf dem Flughafengelände aus Sicherheitsgründen nicht mehr stattfinden.

(Flughafen Niederrhein)





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