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Airport ist für die nächste Generation von Großraumflugzeugen gerüstet

Münchner Flughafen offiziell für Airbus A 380 zugelassen

Der Münchner Flughafen ist als erster Airport Europas offiziell für den Verkehr mit Luftfahrzeugen vom Typ Airbus A 380 zugelassen worden. Die entsprechende Genehmigung erfolgte durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Damit könnten in München – anders als an allen anderen Flughäfen in Europa und Amerika – bereits heute Großraumflugzeuge vom Typ Airbus A 380 ohne aufwendige Sonderverfahren starten und landen. Neben der bayerischen Luftverkehrsdrehscheibe erfüllen laut Airbus Industries bisher lediglich fünf asiatische Flughäfen die hohen Anforderungen, die die internationalen Luftfahrtorganisation ICAO (Internationale Civil Airport Organisation) an Flughäfen der sogenannten Flughafenkategorie F stellt.

Für Peter Trautmann, Geschäftsführer für Verkehrsbetrieb und Technik der Flughafen München GmbH, ist die Zulassung des Münchner Flughafens für A-380-Flugzeuge Verpflichtung und Ansporn zugleich: „Die Drehscheibenfunktion des Münchner Airports im internationalen Luftverkehr gewinnt kontinuierlich an Bedeutung. Der Airbus A 380, der die großen Hubs miteinander verbinden wird, dürfte deshalb in wenigen Jahren zu einem Stammgast an unserem Flughafen werden.“

Airports der Kategorie F müssen für Flugzeuge mit einer Spannweite zwischen 65 und 80 Metern sowie einer Hauptfahrwerksbreite (Abstand der Außenräder des Hauptfahrwerks) von 14 bis 16 Metern gerüstet sein. Mit einer Spannweite von 79,80 Metern wird der A 380 das bisher größte Flugzeug – die Boeing 747-400 – um rund 15 Meter Spannweite übertreffen.

Für die Erfüllung der neuen Anforderungen sind unter anderem die Länge und Breite der Start- und Landebahnen, die Breite der Rollwege, Kurvenradien aber auch die Tragfähigkeit der Betonflächen von entscheidender Bedeutung. Mit 4.000 Meter langen und 60 Meter breiten Runways sowie einer Rollbahnbreite von 30 Metern erfüllt der Flughafen München alle Voraussetzungen der internationalen zivilen Luftfahrtorganisation für den A-380-Betrieb. Auch der vom Hersteller Airbus für den A 380 geforderte Tragfähigkeitswert der Betriebsflächen ist gewährleistet.

Neben entsprechenden Abmessungen verfügt der Münchner Flughafen auch über die technischen Voraussetzungen, die die Abfertigung eines solchen Flugzeugriesen erfordert. Beim Bau des neuen Terminal 2 wurden bereits zwei größere Abstellpositionen für Flugzeuge vom Typ Airbus A 380 vorgesehen. Das bei entsprechender Flugzeugausstattung bis zu 800 Fluggäste fassende Großraumflugzeug kann über drei Fluggastbrücken, die an beiden Seiten der Maschine andocken, schnell und bequem betreten bzw. verlassen werden.

Bisher haben die Fluggesellschaften insgesamt 129 Airbusse vom Typ A 380 bestellt. Die ersten Großraumflugzeuge der neuen Generation sollen Ende des Jahres 2005 bzw. Anfang 2006 ausgeliefert werden.





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