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Air Berlin gewinnt ersten Teil des BDF-Musterprozesses um Subventionierung von Ryanair

Das Geschäftsmodell des Flughafens Lübeck ist ins
Wanken geraten. Air Berlin hatte stellvertretend für die im
Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF)
zusammengeschlossenen Airlines gegen die Subventionierung der
irischen Ryanair durch den Flughafen Lübeck geklagt. Nach der jetzt
vorliegenden schriftlichen Urteilsbegründung hat die 1. Kammer für
Handelssachen des Landgerichtes Kiel entschieden, dass die
Entgeltordnung des Flughafens Lübeck „unbillig“ und damit
„unverbindlich“ für Air Berlin ist. Außerdem wurde der Flughafen zur
Offenlegung aller Vorzugsbedingungen verurteilt, die er Ryanair
bisher gewährt hat.

Air Berlin hatte ihre Flüge von Hamburg nach London wegen
Unwirtschaftlichkeit einstellen müssen, nachdem Ryanair aufgrund der
Subventionen durch den Flughafen die Verbindung Lübeck-London zu
Dumpingpreisen angeboten hatte. Die Flughafengesellschaft hatte die
Klageberechtigung zunächst grundsätzlich bestritten. „Das Urteil ist
von grundsätzlicher Bedeutung. Denn damit hat erstmalig ein deutsches
Gericht entschieden, dass eine Fluggesellschaft auch dann ein
Feststellungsinteresse hat, wenn sie den betreffenden Flughafen nicht
ständig selbst anfliegt, sondern von einem nahe gelegenen Flughafen
operiert“, erklärte dazu die Geschäftsführerin des BDF, Dr. Tanja
Wielgoß.





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